06. Oktober 2020 / 11:52 Uhr

Die SSG Rot-Schwarz Kiel war mit der Fortuna im Bunde

Die SSG Rot-Schwarz Kiel war mit der Fortuna im Bunde

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Der Probsteier Eslam Amiri sorgt für Gefahr im Rot-Schwarz-Strafraum, aber RS-Kapitän Oliver Dreier kann die Aktion wirkungsvoll beenden. Im Hintergrund Tom Bartels.
Der Probsteier Eslam Amiri sorgt für Gefahr im Rot-Schwarz-Strafraum, aber RS-Kapitän Oliver Dreier kann die Aktion wirkungsvoll beenden. Im Hintergrund Tom Bartels. © Kartsen Freese
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In der Fußball-Verbandsliga Ost ist die SSG Rot-Schwarz Kiel nach dem 1:0-Sieg bei der Probsteier SG das einzige Team „ohne“ Punktverlust und führt die Tabelle mit der Maximalpunktzahl an. Den zweiten Platz belegt Titelfavorit Preetzer TSV, der bei Dobersdorf/Probsteierhagen nicht über ein 3:3 hinaus kam. Ihre ersten Saisonerfolge feierten die FSG Saxonia, die den VfR Laboe mit 3:0 besiegte und der TSV Flintbek, der bei der TSG Concordia Schönkirchen mit 2:1 die Oberhand behielt.

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ASV Dersau – TSV Plön 2:4

Dersau war gegen den Titelanwärter eine Stunde lang im Spiel und ging sogar in Führung (1:0, 2./FE). Die Gäste drehten zwar bis zur Pause durch zwei Tore die Partie (20., 40.), doch Lennart Törper glich nicht unverdient für den Gastgeber aus (58.). Als Plön nach einem Konter durch Sherko Mohamad Ali abermals in Führung ging (3:2, 64.), ließen die tapferen Dersauer die Köpfe hängen. „Wir sind traurig und enttäuscht. Der Abstiegskampf hat begonnen“, musste ASV-Trainer Jürgen Muus noch den vierten Plöner Treffer mit ansehen (2:4, 90.+4). Den unrühmlichen Höhepunkt setzte allerdings Dersau. Die Brüder Timon (Rote Karte, 90.+1) und Marten Biss (Gelb-Rot, 90.+2) wurden in der Nachspielzeit des Feldes verwiesen.

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TSG Concordia Schönkirchen – TSV Flintbek 1:2

Schönkirchen hatte gegen die kampfstarken Gäste zwar mehr Spielanteile, doch es fehlte die Abstimmung. „Wir waren nicht zielgerichtet, haben kaum über die Außen gespielt und uns oft die Laufwege selbst zugestellt“, erklärte TSG-Trainer Stefan Köpke. Flintbek spielte einfach und schnörkellos und war bei zwei schweren Fehlern der Concorden zur Stelle. Zwei verunglückte TSG-Pässe verwerteten erst Yannik Richert (0:1, 10.) und später Fynn Nordheim (0:2, 45.). In der zweiten Halbzeit spielte nur noch Schönkirchen. „Das Engagement stimmte. Mit der Defensivarbeit und der Chancenverwertung können wir aber nicht zufrieden sein“, meinte Köpke, dessen Team bei zwei Alu-Treffern (68., 88.) Pech hatte. Allein Michael Zepka traf mit einem Gewaltschuss zum Anschluss (1:2, 64.).

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Probsteier SG 2012 – Rot-Schwarz Kiel 0:1

Eine Szene in der 18. Minute sollte die Entscheidung über die Vergabe der drei Punkte bringen. Nach einem Abstoß von PSG-Keeper Niels Bitterling konnten die Rot-Schwarzen das anschließende Kopfballduell auf Höhe der Mittellinie gewinnen und den Ball schnell nach vorne befördern. Finn Logemann hatte freie Bahn. Der Kieler konnte zwar gerade noch am Torabschluss gehindert werden, doch beim Rettungsversuch produzierte Marcel Petersen ein Eigentor. Das Endergebnis entsprach aber nicht den wahren Kräfteverhältnissen, waren sich beide Trainer einig. „Uns ist fast nichts gelungen. Wir hatten kaum zwingende Aktionen, und meinen Spielern mangelte es komplett an der nötigen Zweikampfhärte. Normalerweise müssen wir zum Zeitpunkt unseres Tores schon mit 0:3 hinten liegen. Allein Florian Stahl tauchte dreimal freistehend vor unserem Kasten auf. Letztlich haben wir es Torhüter Bent Kalbhenn zu verdanken, dass wir überhaupt etwas Zählbares mitnehmen konnten“, bilanzierte RS-Trainer Benjamin Szodruch. PSG-Coach Karim Youssef war bedient: „Ich kann meiner Mannschaft in keinerlei Hinsicht einen Vorwurf machen. Im Gegenteil. Meines Erachtens war das sogar die beste Leistung, seitdem ich hier Trainer bin.“ Der Coach übernahm die Verantwortung: „Die Pleite geht ganz klar auf meine Kappe, die Personalentscheidungen hatten schlichtweg nicht den gewünschten Effekt. Dadurch kam in der Schlussphase ein Bruch in unser Spiel und das letztes Aufbäumen blieb aus.“

TSV Gremersdorf – Inter Türkspor II 4:0

Gleich acht Veränderungen in der Startelf nahm Türkspor-Trainer Murat Özdemir im Vergleich zum 0:6-Niederlage in Laboe vor. Seine Elf war in Gremersdorf zwar gut im Spiel, doch in der Defensivreihe des Aufsteigers ließ sich kaum eine Lücke finden. Stattdessen führten die Gastgeber zur Halbzeit durch einen Treffer von Patrick Eichholz. Im zweiten Abschnitt wurde Türkspor noch initiativer, doch am 16-er fanden die Angriffsbemühungen zumeist ein Ende. Dennoch hätten die Gäste ausgleichen können, Mirsat Demirci scheiterte mit einen Strafstoß an Fabian Mandt (72.). Stattdessen traf Gremersdorf in der Endphase erst durch Dustin Gabbey (81.), ehe Rune-Filip Jäkel in der Nachspielzeit noch zwei Treffer nachlegte. „Eigentlich haben wir ein ganz gutes Spiel gemacht. Nach dem zweiten Gegentor gingen bei uns wieder die Köpfe nach unten. Daran müssen wir dringend arbeiten“, so Özdemir.

SG Dobersdorf/Probsteierhagen – Preetzer TSV 3:3

Preetz lag zur Halbzeit durch einen von Maximilian Zimmermann verwandelten Handelfmeter vorn. Die Hausherren gingen direkt nach dem Seitenwechsel in Führung. Erst versenkte Kjell Gonda einen Strafstoß (48.), ehe Jan-Rasmus Bach zwei Minuten später nachlegte. Der PTSV konnte durch Daniel Kolbe jedoch wieder ausgleichen (67.). Doch dieser Nackenschlag löste keine Verunsicherung aus. Mit einem sehenswerten Heber aus gut 35 Metern brachte Bach die SG zehn Minuten vor dem Ende wieder in Front. Drei Punkte konnten die Gastgeber dennoch nicht einfahren, da Zimmermann in der Nachspielzeit noch einen Strafstoß versenkte. „Wenn du direkt vor dem Abpfiff den Ausgleich fängst, dann ärgerst du dich natürlich. Aber dazu besteht überhaupt kein Grund. Wir sollten stolz auf diese Leistung sein. Preetz hatte vielleicht ein wenig mehr Ballbesitz, doch wir haben ihnen keine Torchance aus dem Spiel heraus ermöglicht. Kjell Gonda hat den Preetzer Jan Matti Seidel komplett abgemeldet“, bilanzierte SG-Coach Bastian Matthies.

FSG Saxonia – VfR Laboe 3:0

Saxonia-Trainer Ralf Hartmann atmete auf: „Endlich“, meinte der Saxonen-Coach, „das ist ein echter Brustlöser für uns.“ Seine Mannschaft beherrschte den Kontrahenten von Beginn an und legte vor dem Seitenwechsel den Grundstein für den ersten Saisonsieg. „Durch drei Stürmertore, die wir allesamt aus dem Spiel heraus erzielen konnten“, hob Hartmann hervor. „Auch wenn mehr Tore möglich waren, bin ich sehr zufrieden mit unserem Auftritt.“