23. September 2021 / 21:47 Uhr

Die tägliche VfL-Meinung: Kommerz an der A6-Abfahrt

Die tägliche VfL-Meinung: Kommerz an der A6-Abfahrt

Andreas Pahlmann
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Die tägliche VfL-Meinung
Die tägliche VfL-Meinung © Montage
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Der VfL Wolfsburg und 1899 Hoffenheim werden gern in ein und denselben Kommerzklub-Sack gesteckt. Dabei gibt es zwischen den beiden Vereinen einen gewichtigen Unterschied, findet SPORTBUZZER-Redakteur Andreas Pahlmann.

Es soll ja Leute geben, für die ist Sinsheim-Süd an der A6 die einzige deutsche Autobahn-Abfahrt, die einen eigenen Bundesliga-Klub hat. Spott dieser Art kennen wir Wolfsburger. Hier der VfL, der ohne VW auf der Fußball-Landkarte nicht vorhanden wäre, dort 1899 Hoffenheim, eine Art teures Hobby des SAP-Milliardärs Dietmar Hopp. Und dann packt man gern noch Leverkusen und Leipzig dazu, und fertig ist der Kommerzklub-Sack, auf dem man mit dem Populismus-Knüppel draufschlagen kann.

Man kann jedes dieser Fußball-Konstrukte kritisieren, eines aber sollte man immer unterscheiden, gerade wenn es um Hoffenheim und Wolfsburg geht: Im Kraichgau hat viel Geld die Bundesliga erst möglich gemacht, in Wolfsburg wurde vor knapp 25 Jahren die 1. Liga mit bescheidenen Mitteln erreicht, VW stieg erst viel später so richtig ein.

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Das macht das eine Konzept nicht besser als das andere, aber die Geschichte beider Klubs könnte kaum verschiedener sein. Und außerdem: Wer in Wolfsburg von der Autobahn zum Stadion will, muss quer durch die ganze Stadt. Aber das nur nebenbei.

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pahlmann@waz-online.de