11. Februar 2021 / 22:28 Uhr

Die tägliche VfL-Meinung: Mein Irrtum mit Weghorst

Die tägliche VfL-Meinung: Mein Irrtum mit Weghorst

Andreas Pahlmann
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Die tägliche VfL-Meinung
Die tägliche VfL-Meinung
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SPORTBUZZER-Redakteur Andreas Pahlmann gibt zu: Er hätte nicht geglaubt, dass Wout Weghorst so gut wird. Der Torjäger des VfL Wolfsburg hat ihn eines Besseren belehrt.

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Als im vergangenen Sommer die ersten Gerüchte darüber auftauchten, was Wout Weghorst wohl diversen englischen Klubs wert sein könnte, habe ich mich gewundert. Okay, seine Torquote war gut – 17 Ligatreffer in seiner ersten VfL-Saison, 16 in seiner zweiten – aber nach wie vor hielt ich diesen schlaksigen Mittelstürmer für fußballerisch zu limitiert, für technisch nicht gut genug, um allerhöchsten Ansprüchen zu genügen. Einer, auf den man den letzten Pass eines Angriffes spielt, aber lieber nicht den ersten. Kurzum: Keiner, für den irgendwer 20, 30 oder mehr Millionen bezahlt.

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Ich habe mich geirrt.

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Zwischen all’ den 18-jährigen Highspeed-Footballern mag Weghorst manchmal wie ein Relikt aus alten Fußballzeiten wirken. Aber das ist er nicht. Seine Arbeit gegen den Ball, seine Fähigkeit, Räume vorm Tor des Gegners zu erkennen, seine Robustheit und sein Abschluss machen ihn genau zu dem Stürmer, den der VfL mit seiner Art zu spielen braucht. Und spätestens seit dem Außenrist-Tor gegen Freiburg müssen wir über technische Defizite nicht mehr reden.

Wout Weghorst ist längst mehr als 20 oder 30 Millionen Euro wert. Und ich habe mich gern geirrt.

pahlmann@waz-online.de