08. August 2021 / 22:50 Uhr

Die tägliche VfL-Meinung: Schuld oder nicht - das ist nicht gut für van Bommel

Die tägliche VfL-Meinung: Schuld oder nicht - das ist nicht gut für van Bommel

Andreas Pahlmann
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Die tägliche VfL-Meinung
Die tägliche VfL-Meinung
Anzeige

Der Wechselfehler des VfL Wolfsburg beim Pokalspiel in Münster ist in höchstem Maße unangenehm, egal ob der Preußen-Protest Erfolg hat, findet SPORTBUZZER-Redakteur Andreas Pahlmann.

Der gesunde Menschenverstand sagt: Wenn ich den Schiedsrichter (oder einen seiner Assistenten) frage, ob ich auswechseln darf, und er sagt „Ja“ – dann kann ich nicht dafür bestraft werden, wenn ich mich auf ihn verlasse. Das Regelwerk sagt: Wenn ein Spieler auf dem Platz steht, der da nicht stehen darf, dann ist das Spiel für seine Mannschaft verloren.

Anzeige

Was also tun mit dem Wechselfehler des VfL gestern in Münster? Das entscheidet nun womöglich die Sportgerichtsbarkeit. Klar aber ist schon jetzt: Rund um eine Profimannschaft sollte es jemanden geben, der die Durchführungsbestimmungen des DFB-Pokals gelesen und verstanden hat. Darum bleibt dieser Wolfsburger Patzer in höchstem Maße unangenehm, und wer ihn „peinlich“ nennt, dem ist kaum zu widersprechen.
Für den neuen Trainer Mark van Bommel ist die Panne – unabhängig von seiner Schuld – ein Rückschlag auf seinem Weg in Wolfsburg, egal, wie die Sache ausgeht. Hohn und Spott wird sein Verein zudem ertragen müssen. Kann man daraus Lehren ziehen? Bestenfalls die: noch genauer hingucken – und noch genauer aufpassen.

pahlmann@waz-online.de