02. Dezember 2021 / 20:44 Uhr

Die tägliche VfL-Meinung: Warum nicht freiwillige Geisterspiele?

Die tägliche VfL-Meinung: Warum nicht freiwillige Geisterspiele?

Andreas Pahlmann
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Die tägliche VfL-Meinung
Die tägliche VfL-Meinung
Anzeige

Wie viele Leute sollen ins Stadion gehen dürfen? Das wird beim VfL Wolfsburg und anderswo in der Liga diskutiert. SPORTBUZZER-Redakteur Andreas Pahlmann schlägt vor: keiner. Denn freiwillige Geisterspiele wären ein starkes Zeichen.

Geisterspiele? Teil-Auslastung? Was sagt die Politik, was steht in der nächsten Landesverordnung? Wie viele Menschen sollten oder dürfen bei einem Bundesliga-Spiel ins Stadion? Dem Profifußball stellen sich wieder einmal viele Fragen. Und er muss schauen, wie er die Vorgaben umgesetzt bekommt.

Anzeige

Bisher macht er das zum größten Teil sehr gut. Dennoch frage ich mich: Warum nicht einmal selbst aktiv ein Zeichen setzen? Zum Beispiel so: Alle Bundesliga-Klubs spielen freiwillig ab sofort bis Weihnachten nur noch in leeren Stadien. Das erspart Diskussionen, das hätte eine Signalwirkung, das würde Demut ausstrahlen. Niemand müsste sich mit Details der Auslastungsfragen beschäftigen, niemand müsste erklären, warum 10.000 Menschen in ein Stadion dürfen, während Weihnachtsmärkte abgebaut werden – und alle hätten den Kopf frei für Wichtigeres. Der Einnahme-Ausfall könnte nach einem gerechten DFL-Schlüssel mit einem kleinen freiwilligen Gehaltsverzicht der Profis kompensiert werden. Der VfL darf in solchen Fällen auch gern Mal Ideengeber sein.

Mehr zum VfL Wolfsburg

Vielleicht ist es naiv gedacht, aber es wäre eine klare Botschaft mit Vorbildwirkung: Seht her, wir nehmen uns gar nicht so wichtig. Kümmert euch um Impfkampagnen, Booster-Organisation und den Pflegenotstand. Eben um die echten Probleme dieser Zeit – und zu denen gehört der Profifußball, so gern wir ihn mögen, eben nicht.

pahlmann@waz-online.de

Anzeige: Erlebe die gesamte Bundesliga mit WOW und DAZN zum Vorteilspreis