10. Mai 2021 / 19:38 Uhr

Die tägliche VfL-Meinung: Wie ein Stehaufmännchen

Die tägliche VfL-Meinung: Wie ein Stehaufmännchen

Engelbert Hensel
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Die tägliche VfL-Meinung
Die tägliche VfL-Meinung
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Renato Steffen vom VfL Wolfsburg wäre nur zu gern mit der schweizerischen Nationalelf zur Europameisterschaft gereist. Aber eine Verletzung lässt den Traum des VfLers platzen. Wirft ihn das jetzt um? Nein, sagt SPORTBUZZER-Redakteur Engelbert Hensel.

„Es wird für mich nicht reichen!“ Renato Steffen kommt dieser Satz nur schwer über die Lippen. Verständlich, denn erneut lässt eine Verletzung den Traum von der Europameisterschafts-Teilnahme platzen. Vor der letzten EM-Endrunde hatte er sich einen Muskelfaserriss zugezogen, diesmal ist es eine schwere Bandverletzung, die ihn die EM-Bühne kostet.

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Eine Bühne, auf der sich der kleine, griffige und giftige Flügelkämpfer des VfL Wolfsburg mit den ganz Großen des europäischen Fußballs hätte duellieren können. Es sind Momente wie diese, die in der Karriere eines Profis für einen Knick sorgen können – aber bei Steffen hat man diesen Eindruck nicht.

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Dass er gefrustet ist, spürt man im Gespräch. Aber Steffen ist keiner, der jetzt jammert und sich ins Schneckenhaus zurückzieht oder gar in ein tiefes Loch fällt, was sicher auch ein Stück weit mit seiner sportlichen Vita zusammenhängt. Auf Steffens Weg in den Profi-Fußball gab es für den gelernten Maler viele Hürden. Aber der schweizerische Nationalspieler wusste sie zu nehmen. Kurzum: Er ist wie ein Stehaufmännchen – ein Typ, der die Ärmel hochkrempelt und nicht zurück, sondern nur nach vorn schaut. Vielleicht passt er gerade deswegen so gut in die Arbeiterstadt Wolfsburg.

e.hensel@waz-online.de

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