09. Januar 2022 / 21:53 Uhr

Die tägliche VfL-Meinung: Zeit für Alarmstimmung

Die tägliche VfL-Meinung: Zeit für Alarmstimmung

Engelbert Hensel
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Die tägliche VfL-Meinung
Die tägliche VfL-Meinung
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Zum Rückrundenstart sah beim VfL Wolfsburg noch ganz viel so aus wie im Vorjahr - und das sollte für Alarmstimmung sorgen, findet SPORTBUZZER-Redakteur Engelbert Hensel.

Was durfte man nach einer derart schwachen VfL-Hinrunde samt eines peinlichen Pokal-Aus in Runde eins und nur 20 Punkten beim Neustart in Bochum erwarten? Mehr Mut? Mehr Intensität? Mehr Selbstvertrauen? Haben Sie davon etwas gesehen? Vielleicht bei Ridle Baku, der sich nach seinem Formtief zumindest etwas traute und mal aufs Tor schoss. Aber sonst? Sonst war das doch ganz viel von dem VfL aus dem Vorjahr. Und das muss auch beim letzten Spieler für Alarmstimmung sorgen.

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Gerade mal zwei Punkte beträgt der Wolfsburger Vorsprung noch auf den Relegationsplatz, nur drei sind es bis zu einem Abstiegsrang. Zugegeben, viel Zeit hatte Trainer Florian Kohfeldt nicht, um eine im ersten Halbjahr nicht mehr funktionierende Mannschaft wieder in Gang bringen zu können. Dennoch hatte er kurz nach dem ersten Training nach Weihnachten am 29. Dezember gesagt, dass diese Zeit reichen müsse, damit man gegen Bochum und Hertha eine Veränderung im VfL-Spiel sehen könne.

Wölfe in Noten: Einzelkritik fürs Spiel des VfL Wolfsburg beim VfL Bochum

<b>Koen Casteels: </b> Strotzte in einer brenzligen Situation mit Ball am Fuß vor Selbstvertrauen. Hatte sonst recht wenig zu tun. Macht beim 0:1 keinen guten Eindruck, entscheidet sich rauszukommen, ist aber zu spät dran. - Note: 4 Zur Galerie
Koen Casteels: Strotzte in einer brenzligen Situation mit Ball am Fuß vor Selbstvertrauen. Hatte sonst recht wenig zu tun. Macht beim 0:1 keinen guten Eindruck, entscheidet sich rauszukommen, ist aber zu spät dran. - Note: 4 ©

Nach dem Spiel in Bochum, bei dem vor allem offensiv nichts zu erkennen war, was irgendwie Mut machen könnte, muss man jedoch festhalten: Ein Neustart sieht anders aus. Und dass der auch ohne zweiten Saison-Trainerwechsel gelingen kann, müssen Kohfeldt und das Team jetzt beweisen.

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[e.hensel@waz-online.de]