14. Februar 2021 / 22:03 Uhr

Die tägliche VfL-Meinung: Alte Weisheit, frisch serviert

Die tägliche VfL-Meinung: Alte Weisheit, frisch serviert

Andreas Pahlmann
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Die tägliche VfL-Meinung
Die tägliche VfL-Meinung
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Es wird in dieser Saison weiterhin verdammt unangenehm sein, gegen diesen VfL Wolfsburg zu spielen, findet SPORTBUZZER-Redakteur Andreas Pahlmann.

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Und wenn vorne mal nichts geht, dann darf man hinten halt wenigstens keinen fressen – das gehört zu den Fußball-Wahrheiten, die immer und überall gelten, vor Jahrzehnten und heute, in der Kreisklasse und seit es dort Gruppenspiele gibt, auch in der Champions League. Das 0:0 des VfL Wolfsburg gegen Gladbach war keine große Enttäuschung, sondern eher so etwas wie eine zwar alte, aber frisch servierte Weisheit.

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<b>Koen Casteels</b>: Hatte wenig zu tun, auch weil seine Vorderleute wenig zuließen. Diente vor allem als Anspielstation beim Spielaufbau. Note: 3 Zur Galerie
Koen Casteels: Hatte wenig zu tun, auch weil seine Vorderleute wenig zuließen. Diente vor allem als Anspielstation beim Spielaufbau. Note: 3 ©

Frisch serviert, weil der VfL trotz fehlenden Torerfolgs wieder einmal gezeigt hat, was seine große Stärke in diesen Wochen ist: Er steht stabil, ohne zu mauern – und er ist gefährlich, ohne einen konterstarken Gegner wie Gladbach zum schnellen Umkehrspiel einzuladen.

Dass der VfL im Laufe der Restsaison auf Basis dieser Tugenden glorreiche Tor-Orgien veranstaltet, ist eher nicht anzunehmen. Aber es wird verdammt unangenehm bleiben, gegen ihn zu spielen. Zudem ist er dank der Serie von zuvor fünf Siegen in Folge in einer extrem angenehmen Situation: Selbst bei einer Niederlage bleibt er mittendrin im Kampf im Europa, sogar im Kampf um die Champions League.

Um die zu erreichen, braucht man Konstanz, das ist auch so eine alte Fußball-Weisheit. Der VfL scheint sie zu haben.

_ pahlmann@waz-online.de_