30. Oktober 2020 / 10:56 Uhr

Die tägliche VfL-Meinung: Bruno, Jörg und die Gelassenheit

Die tägliche VfL-Meinung: Bruno, Jörg und die Gelassenheit

Andreas Pahlmann
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Die tägliche VfL-Meinung
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Bruno Labbadia und der VfL Wolfsburg haben sich im Sommer 2019 getrennt, am Sonntag gibt es das erste Wiedersehen. Die Trennung damals war für beiden Seiten gut, findet SPORTBUZZER-Redakteur Andreas Pahlmann.

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Wenn der VfL am Sonntag in Berlin antritt, wird sie wieder aufkommen, die Frage: Hat Bruno Labbadia eigentlich Wolfsburg freiwillig verlassen? Oder wollte ihn Manager Jörg Schmadtke nicht mehr? Rein formal war die Sache damals klar: Labbadia war es, der die Nicht-Verlängerung seines Vertrags verkündete. Dass er damit einer entsprechenden Entscheidung seines Chefs zuvorkam, kann man nur vermuten – man kann es allerdings aus gutem Grund vermuten. Aber ist das eigentlich wichtig? Schmadtke hat ein dickes Fell und kann es gut aushalten, dass ihm einige Fans den Abschied des heutigen Hertha-Trainers immer noch übel nehmen.

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Und wenn man bei beiden – damals wie heute – genau auf die Zwischentöne hört, dann stellt man fest: Es passte im Miteinander nicht. Nicht in der Art der Kommunikation, nicht in den Ideen, die beide für den VfL hatten. Und beide sind lange genug im Geschäft, um zu wissen: Dann trennt man sich besser – im Sinne des Vereins. Der VfL ist nach Labbadia nicht abgestützt; was mit ihm geworden wäre, kann keiner wissen. Und der Ex-VfL-Coach hat jetzt in Berlin einen der spannendsten Jobs der Liga, vielleicht sogar den spannendsten überhaupt. So gesehen ging die Sache für alle Seiten gut aus. Dass beide nie nachgekartet haben, spricht für die Gelassenheit, mit der sie das Thema betrachten. Und Gelassenheit tut diesem hitzigen Geschäft immer gut.

_pahlmann@waz-online.de

Hier geht's zum großen aktuellen SPORTBUZZER-Interview mit Bruno Labbadia