27. April 2021 / 22:51 Uhr

Die tägliche VfL-Meinung: In der Trainerfrage ist "Was" wichtiger als "Wer"

Die tägliche VfL-Meinung: In der Trainerfrage ist "Was" wichtiger als "Wer"

Andreas Pahlmann
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Die tägliche VfL-Meinung
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Noch immer ist nicht klar, ob Oliver Glasner Trainer des VfL Wolfsburg bleibt. Sollte der Coach gehen ist bei der Nachfolge-Suche nicht das "Wer", sondern das "Was" entscheidend, meint SPORTBUZZER-Redakteur Andreas Pahlmann.

Sie kennen den Satz vielleicht aus der Diskussion um Kanzler-Kandidatinnen und -Kandidaten der letzten Wochen: Erst kommen die Inhalte, dann kommen die Personalfragen. Das klingt zwar in der Politik oft wie eine Floskel, um Diskussionen zu vermeiden, sollte aber eigentlich so sein. Doch dummerweise ist die Öffentlichkeit nun einmal an „Söder oder Laschet?“ (wahlweise auch an „Habeck oder Baerbock?“) viel stärker interessiert als an Klimasteuer, Russland-Politik oder einer Gesetzesinitiative zu befristeten Arbeitsverträgen. Weil Personen eher polarisieren und emotionalisieren.

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Für den Fußball, speziell für den Job des Übungsleiters, gilt das auch. Wenn der VfL Wolfsburg jetzt also einen neuen Trainer suchen muss oder will, wird gern und heftig das „Wer?“ diskutiert. Dabei kommt eigentlich eher auf das „Was?“ an. Was müsste ein neuer Wolfsburger Trainer mitbringen? In erster Linie müsste er zu der VfL-Idee passen, Spieler entwickeln zu wollen. Ob er Champions-League-Erfahrung hat, super-prominent ist oder besonders launige Interviews gibt, ist zweitrangig.


Oliver Glasner hat gezeigt, dass er so ein Spieler-Bessermacher sein kann. Aber vielleicht gibt es einen, der das noch besser hinbekommt. Dann würde ein Trainerwechsel für den VfL ein Gewinn sein.