07. Mai 2020 / 20:28 Uhr

Die Teams der Verbandsliga-Süd wollen wieder ins Training einsteigen

Die Teams der Verbandsliga-Süd wollen wieder ins Training einsteigen

Paul Schubert
Lübecker Nachrichten
Robertino Borja kann mit der SG Sarau/Bosau endlich wieder loslegen.
Robertino Borja kann mit der SG Sarau/Bosau endlich wieder loslegen. © Agentur 54°
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Es dauerte nicht lange bei den meisten Verbandsligisten, bis ein ausgearbeitetes Konzept vorlag, um das Training wieder aufzunehmen. Ein Schritt in Richtung Normalität

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"Die neue Landesverordnung, die für Sportbetrieb im Freien unter strengen Vorsichtsmaßen seit Montag in Kraft ist, gilt auch für den Fußball", teilte der Verband mit. Fortan sei kontaktarmes Training mit der nötigen Distanz bei Vorlage eines Hygienekonzepts möglich. "Wir wollen unsere Fußballer vor allem wieder in Bewegung bringen, nachdem sie so lange auf ihren Sport verzichten mussten", sagt SHFV-Geschäftsführer Dr. Tim Cassel. Daraufhin verrieten die Trainer der Verbandsliga-Süd gegenüber dem LN-Sportbuzzer, wie sie das Training wieder aufnehmen wollen, was für Hindernisse es noch gibt und worauf sie sich am meisten freuen.

Video-Challenges endlich passé

Christian Arp (SC Rapid Lübeck): "Sobald alles von der Stadt und von uns vereinstechnisch umgesetzt wurde, werden wir uns auf jeden Fall erstmal zu einem lockeren Training treffen. Die Saison ist zwar eh beendet, aber da geht es einfach nur darum, sich mal wieder zu sehen. Die ganzen Video-Challenges und das "Alte Bilder heraus kramen" ist dann erstmal passé. Ich freue mich drauf."

Der Spaß zählt und die Kontakte

Sascha Lütjens (Leezener SC): "Auf der einen Seite ist natürlich Freude da, seinem eigentlich schönen Hobby wieder nachgehen zu dürfen, auf der anderen Seite hat das aber auch alles andere als mit Fußball zu tun. Gut, man muss nehmen, was man kriegen kann. Wir werden die Trainingseinheiten dann nach allen Vorgaben absolvieren.Ich denke die Jungs freuen sich mal wieder, auf die "Koppel" zu dürfen. Da wir aber jetzt nicht eine viermonatige Vorbereitung machen werden, zählt in erster Linie auch der Spaß und es ist auch für die Kontakte untereinander äußerst wichtig."

Sereetz muss auf die Gemeinde warten

Florian German (Pressesprecher Seeretzer SV): "Nein, wir starten noch nicht. Da die Gemeinde Ratekau die Sportplätze noch nicht geöffnet hat. Das ist auch in vielen anderen Gemeinden der Fall. Die städtischen Sportplätze müssen erst durch die Gemeinden freigegeben werden. Private Anlagen müssen/können sich selbst um die Einhaltung der Auflagen kümmern." (Stand Sonntag)

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Überraschende Mitteilung für Sarau/Bosau

Robertino Borja (SG Sarau/Bosau): "Die Mitteilung hat uns alle überrascht. Wir haben mit den Trainern und dem Vorstand ein Hygienekonzept aufgebaut, das auch von der Gemeinde genehmigt wurde. Wir wollen nächste Woche in kleinen Gruppen und einzeln trainieren, um die Jungs wieder in Schwung zu kriegen. Nur weil die Saison abgebrochen wurde, heißt es ja nicht, dass wir bis Juli kein Fußball spielen wollen. Jetzt haben wir die Möglichkeit und nutzen es unter Einhaltung der strengen Regeln."

Die Zustimmung fürs Training war riesig bei Rönnau

Thorsten Krämer (Ligaobmann SC Rönnau 74): "Nachdem das Training freigegeben wurde, haben unsere Trainer die Mannschaft gefragt, wie sie es sehen. Innerhalb von 20 Minuten kamen zahlreiche Rückmeldungen, dass sie wieder trainieren wollen. Beim Training halten die gesetzlichen Bestimmungen ein. Selbst das Bierchen nach dem Training ist untersagt und daran halten wir uns. Die Jungs wollen wieder loslegen und den Ball am Fuß haben. Sie haben bereits viel zuhause trainiert, davor ziehe ich meinen Hut."

"Nicht, dass man so ein zweites Hertha BSC wird"

Marc Mandel (Vfl Tremsbüttel): "Wir haben den Spielern die Möglichkeit gegeben, einmal die Woche was zu machen, weil wir so viele sind. Wir haben Gruppen ausgearbeitet und wollen Bewegung reinbringen in die Gruppen, um die Spieler wieder fit zu kriegen. Sie freuen sich, wieder was machen zu können. Abstand, etc. wird alles eingehalten. Darauf haben wir ein Auge. Nicht, dass man so ein zweites Hertha BSC wird. Ich freue mich schon auf die Spieler."