17. Juli 2019 / 19:28 Uhr

Die Torfrau des VfL Wolfsburg hat in Schweden ihre eigene Statue

Die Torfrau des VfL Wolfsburg hat in Schweden ihre eigene Statue

Andreas Pahlmann
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Hedvig Lindahl ist die neue Torfrau des VfL Wolfsburg
Hedvig Lindahl ist die neue Torfrau des VfL Wolfsburg © (c) PA Wire
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Der VfL Wolfsburg hat am Mittwoch die Verpflichtung von Hedvig Lindahl bestätigt. Die schwedische Nationaltorhüterin bekommt einen Ein-Jahres-Vertrag.

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Im WM-Viertelfinale war sie am deutschen Ausscheiden beteiligt, jetzt stellt sie sich der Herausforderung Bundesliga: Die schwedische Nationaltorhüterin Hedvig Lindahl wechselt wie erwartet zum VfL Wolfsburg, gestern bestätigte der Doublesieger die Verpflichtung der 36-Jährigen. Damit reagiert der VfL auf den Ausfall der deutschen Nationaltorhüterin Almuth Schult, die ihrem Klub nach einer Schulter-OP voraussichtlich mehrere Monate fehlen wird.

Glück für den VfL: Lindahl, die zuletzt für die Chelsea Ladies spielte, war auf dem Markt, ihr Vertrag in London wurde nicht verlängert. So konnte Wolfsburg reagieren – zu einer Zeit, in der die meisten Top-Transfers im Frauenfußball längst abgewickelt sind. VfL-Trainer Stephan Lerch: „Ich freue mich sehr, dass wir so schnell nach dem Ausfall von Almuth eine solche Top-Torhüterin mit einer tollen Spielerpersönlichkeit gewinnen konnten.“

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Ähnlich wie die ehemalige Wolfsburger Abwehrchefin Nilla Fischer gehört Lindahl (die seit 2011 mit einer Deutschen verheiratet ist) zu den bekanntesten Sportlerinnen überhaupt in Schweden, ist mit 165 Länderspielen Rekordnationalspielerin ihres Landes (Männer eingerechnet), war achtmal Torhüterin des Jahres, zweimal Spielerin des Jahres – und hat sogar ihre eigene Statue. Die lebensgroße Statue wurde im Rahmen der Aktion „FootballForevHer“ des schwedischen Fußball-Verbandes und Coca-Cola Anfang Mai im Rahmen eines Freundschaftsspiels gegen Südkorea in Göteborg enthüllt – zusammen mit den Abbildern von Fischer, Kosovare Asllani und Carolin Seger. Die Statuen wurden anschließend an verschiedenen Orten in Schweden ausgestellt.

Mit den Chelsea-Ladies war Lindahl schon zweimal Champions-League-Gegnerin des VfL, zog dabei 2016 (1:2 und 0:2) und 2018 (1:3 und 0:2) jeweils den Kürzeren. „If you can’t beat them, join them“, kommentierte sie nun ironisch ihren Wechsel – ein englisches Sprichwort, das soviel heißt wie „Wenn du sie nicht schlagen kannst, schließe dich ihnen an...“ In Wolfsburg geht Lindahl nun als Torfrau Nummer 1 in die Saison, die aus Hoffenheim verpflichtete Frederike Abt muss mit der Rolle als Ersatztorfrau vorliebnehmen.

Was passiert, wenn Schult wieder fit ist, scheint erst einmal offen – möglicherweise gibt es dann einen Konkurrenzkampf auf der Torhüterinnen-Position. Mit Jana Burmeister und Melissa Loek haben die VfL-Frauen noch zwei weitere Torhüterinnen im Kader. Ralf Kellermann, sportlicher Leiter der VfL-Frauen: „Aufgrund der unbekannten Ausfallzeit von Almuth haben wir uns dazu entschieden, neben Friederike eine weitere erfahrene Torhüterin zu verpflichten, um bestmöglich in die Saison zu starten und unsere angestrebten Ziele erreichen zu können.“ In der kommenden Woche soll Lindahl erstmals mit ihrem neuen Team trainieren.

Die 1,79-Meter-Torfrau, die bei der WM mit Schweden Platz drei belegte und eine der besten Torhüterinnen des Turniers war, freut sich auf die Aufgabe in einem der besten Teams Europas: „Der VfL Wolfsburg ist ein Klub mit einer großen Erfolgsbilanz. Ich fühle mich geehrt, ein Teil einer solch hervorragenden und leistungsstarken Mannschaft werden zu dürfen.“

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