26. Juni 2020 / 16:00 Uhr

Die VfL-Meinung: Der Stern des Südens beim Stern des Nordens

Die VfL-Meinung: Der Stern des Südens beim Stern des Nordens

Andreas Pahlmann
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Meinung
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Womöglich ist der VfL Wolfsburg in wenigen Stunden der einzige Nordklub der Fußball-Bundesliga - darauf darf er durchaus stolz sein, findet SPORTBUZZER-Redakteur Andreas Pahlmann.

Es ist ein großer Unterschied, ob der VfL am Ende Sechster oder Siebter wird – denn der direkte Einzug in die Europa-League-Gruppenphase ist sehr viel wert. Ein Erfolg aber wäre beides. Denn nur weil der VfL in den letzten 15 Jahren mal Titel gewann und Champions-League-Meriten verdiente, heißt das noch lange nicht, dass internationaler Fußball in Wolfsburg eine Selbstverständlichkeit sein muss. Wenn das akzeptiert und gelebt wird, steht der VfL sportlich und wirtschaftlich auf einer guten Basis – auch wenn die jüngst von der DFL veröffentlichten Finanzzahlen zeigen, dass diese Basis gern noch etwas solider sein kann.

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Wird es „nur“ Platz sieben, gibt’s morgen nichts zu jubeln – freuen darf man sich dennoch. Und nicht vergessen: Der VfL ist seit 23 Jahren Dauergast in der Bundesliga, das haben traditions- und titelreichere Klubs nicht hinbekommen. Wenn morgen Bremen ab-steigt und der HSV den Aufstieg tatsächlich verspielt, dann ist Wolfsburg in der kommenden Saison sogar der „Stern des Nordens“, der nördlichste Bundesligist aus den alten Bundesländern. Das ist zwar nur ein Nebenaspekt – aber durchaus einer, auf den der VfL unabhängig vom Spiel gegen den „Stern des Südens“ ein wenig stolz sein darf.

pahlmann@waz-online.de