24. Oktober 2021 / 19:50 Uhr

Die VfL-Meinung: Die Bundesliga war für van Bommel eine Nummer zu groß

Die VfL-Meinung: Die Bundesliga war für van Bommel eine Nummer zu groß

Andreas Pahlmann
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Muss nach neun Spieltagen seinen Trainerposten beim VfL Wolfsburg wieder räumen: Mark van Bommel 
Muss nach neun Spieltagen seinen Trainerposten beim VfL Wolfsburg wieder räumen: Mark van Bommel  © IMAGO/Sven Simon (Montage)
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Mark van Bommel ist als Trainer des VfL Wolfsburg krachend gescheitert - das ist auch ein Kratzer auf der Bilanz von Manager und Sportdirektor, meint SPORTBUZZER-Redakteur Andreas Pahlmann.

Es gab in der Geschichte des VfL Wolfsburg schon viele überraschende Trainerwechsel - dieser hier gehört zweifelsohne dazu. Und es will auf dem ersten Blick nicht so richtig zur Politik der ruhigen Hand passen, die Manager Jörg Schmadtke und Marcel Schäfer in den letzten Jahren beim VfL Wolfsburg pflegten. Dass sie ihrem Trainer Mark van Bommel nun nicht wenigstens bis zur nächsten Länderspiel-Pause Zeit geben, lässt nur einen Schluss zu: Der Ex-Bayern-Profi ist in Wolfsburg krachend gescheitert.

Zuletzt wirkte van Bommel hilflos, wenn er über die Pleiten-Serie seiner Mannschaft reden musste. Immer wieder kamen die gleichen Floskeln, die inhaltliche Substanz wurde kleiner, der Hang, auch noch so spezifische Fragen mit Allgemeinplätzen zu beantworten, immer größer. Und der Verdacht drängte sich auf: Redet er etwa mit der Mannschaft genauso?

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Nach dem Rauswurf nun gibt es allen Grund zu der Annahme, dass die Antwort leider "Ja" lautet. Es habe die "Überzeugung" gefehlt, heißt es in der VfL-Mitteilung zur Trennung. Dafür wurde eine Erkenntnis gewonnen: Für den einstigen Top-Spieler der Fußball-Bundesliga war das Trainer-Amt in dieser Liga mindestens eine Nummer zu groß. Das bei der Suche nach dem Nachfolger von Oliver Glasner im Sommer nicht erkannt zu haben, müssen sich nun auch Schmadtke und Schäfer ankreiden lassen. Ein empfindlicher Kratzer auf der Bilanz ihres bisher erfolgreichen und nachhaltigen Wirkens in Wolfsburg. Damit aus dem Kratzer keine üble Schramme wird, muss die Entscheidung in Sachen Van-Bommel-Nachfolge nun sitzen.