06. Dezember 2020 / 12:44 Uhr

Die Wiederholung wird auf 2021 verschoben

Die Wiederholung wird auf 2021 verschoben

Christoph Laak
Märkische Allgemeine Zeitung
Nizza
Vor zehn Jahren gingen acht Läufer der LG Wassersuppe in Nizza an den Start. © MAZ-Archiv
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LG Wassersuppe: Die Ausdauersportler aus dem Westhavelland wollten in diesem Jahr nach zehn Jahren wieder beim Marathon in Nizza an den Start gehen.

„Mir war gar nicht bewusst, dass unser Lauf in Nizza schon wieder zehn Jahre her ist“, sagt Hagen Rossmann von der LG Wassersuppe staunend. Mit acht Läufern seines Vereins hatte Rossmann vor einer Dekade am dortigen Marathon teilgenommen. Dieser führt von der Stadt Nizza nach Cannes und gilt vor allem landschaftlich als toller Lauf.

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„Der Lauf bleibt auf jeden Fall im Gedächtnis. Er fand Ende November statt und wir hatten bestes Wetter. Es waren tolle Temperaturen und in der Entfernung hat man die schneebedeckten Alpen gesehen. Es war damals ein kleiner Geheimtipp und dieser hat sich absolut bestätigt“, erzählt der 51-Jährige, der damals knapp über der Dreistundenmarke blieb. In Erinnerung wird der Lauf auch für Thomas Lempe bleiben.

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„Er wurde vor dem Lauf beim Training von einem Hund gebissen und wenig später ist er von der Leiter gestürzt. Das waren sicher nicht die besten Bedingungen, um einen Marathon zu laufen“, erinnert sich Hagen Rossmann. Und dennoch überquerte Thomas Lempe die Ziellinie nach einer ordentlichen Zeit von 3:09 Stunden. Aber nicht nur die guten Zeiten aller acht Starter aus dem Westhavelland überzeugten.

„Die Strecke ging immer am Meer entlang, das war schon richtig toll. Und auch wenn man denkt, dass es am Meer meist nicht die anspruchsvollsten Strecken sind, ging es dort ordentlich zur Sache“, sagt der Landschaftsarchitekt. Denn nach gut zwei Drittel der Strecke mussten die Läufer das Cap Antibes absolvieren. „Dort ging es einige Meter bergauf, das war echt anstrengend“, erinnert sich Hagen Rossmann, der auch noch sehr gerne an das Bad im Meer nach dem Zieleinlauf zurückdenkt. „Das war eine feine Sache.“

Flüge und Hotel waren schon gebucht

Und auch in diesem Jahr wollten die Läufer der Laufgruppe – entgegen ihrer Gepflogenheiten – noch einmal in Nizza an den Start gehen, waren die Flüge und das Hotel bereits gebucht. „Wir sind, bis auf Rom, bisher eigentlich nie zweimal bei einem Stadt-Marathon an den Start gegangen, Nizza blieb aber im Gedächtnis“, erzählt Hagen Rossmann. Doch der Marathon wurde zunächst verschoben und dann letztendlich für dieses Jahr sogar komplett abgesagt. „Das ist zwar schade, aber wir behalten gleich unsere Startplätze für das kommende Jahr“, sagt Rossmann, der in Wassersuppe lebt.

In den letzten Jahren war er mit seinen Lauffreunden bei etlichen Marathons an den Start gegangen, im letzten Jahr erst beim bekannten Lauf in New York. „Das wollten wir unbedingt als Gruppe machen, auch wenn es eine kostspielige Angelegenheit war“, sagt Rossmann.


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Bei idealen äußeren Bedingungen sind 80 Einzelstarter und 20 Staffeln beim Triathlon in Wassersuppe an den Start gegangen. Zur Galerie
Bei idealen äußeren Bedingungen sind 80 Einzelstarter und 20 Staffeln beim Triathlon in Wassersuppe an den Start gegangen. © Christoph Laak

Und auch für das Jahr 2021 hat die LG Wassersuppe ehrgeizige Ziele. Im Winter werden Training und Läufe auf Langlauf-Ski verlegt. Im Februar soll es für die Ausdauerfreunde zum Vasalauf nach Schweden gehen. Bei einer der größten Langlaufveranstaltungen der Welt waren im vergangen Jahr knapp 55 000 Sportler an den Start gegangen. „Ich glaube aber nicht, dass es in diesem Jahr stattfinden kann“, sagt Hagen Rossmann, der mit seinen Mitstreitern aber noch ein zweites großes Event für das kommende Jahr auf dem Zettel hat.

Im Juni steigt der Comrades Marathon in Südafrika. Dabei handelt es sich um einen Ultra-Marathon über eine Distanz von 89 Kilometer, der zwischen den Städten Durban und Pitermaritzburg ausgetragen wird. „Es gibt einen Berg- und einen Tallauf. Es wird in beiden Städten gestartet und dann entgegengesetzt gelaufen“, erklärt Hagen Rossmann und erzählt, dass „dieser Lauf in diesem Jahr sein 100-jähriges Jubiläum gefeiert hätte.“ Außerdem stehen bei diesem Lauf immer sehr viele Zuschauer an der Strecke und sorgen für tolle Stimmung.

Und selbst wenn es mit diesem Lauf coronabedingt nicht klappen sollte, bleibt immer noch die Hoffnung auf den Nizza-Marathon im kommenden Jahr. „Dann starten wir dort nicht nach zehn, sondern elf Jahren noch einmal“, sagt Rossmann, der auf einen Start hofft.