05. November 2019 / 10:28 Uhr

Die Wochen der Wahrheit: Können die Recken auch auswärts bestehen?

Die Wochen der Wahrheit: Können die Recken auch auswärts bestehen?

Carsten Schmidt
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Fabian Böhm (Mitte) und seine Recken-Kollegen mühten sich erfolgreich gegen Nordhorn.
Fabian Böhm (Mitte) und seine Recken-Kollegen mühten sich erfolgreich gegen Nordhorn. © Florian Petrow
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Am Wochenende hatten die Recken kein Spiel. Das heißt aber nicht, dass sie frei hatten. Die Vorbereitung auf die Serie an Auswärtsspielen läuft auf Hochtouren.

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Kein Punktspiel gleich Freizeit – diese Rechnung geht derzeit allenfalls bei den Recken-Profis auf. Die Verantwortlichen hatten an diesem Wochenende reichlich zu tun. „Ich habe mir die Spiele von Stuttgart gegen Flensburg am Samstag sowie der Füchse Berlin gegen Rhein-Neckar Löwen am Sonntag angesehen“, sagte Sven-Sören Chris­tophersen, der Sportliche Leiter der TSV Hannover-Burgdorf. Dabei erlebte der 34-Jährige abermals, wie eng es derzeit in der Handball-Bundesliga zugeht.

Meister Flensburg spielte unentschieden, die Löwen aus Mannheim kassierten schon die dritte Niederlage. Damit wuchs der Rückstand der beiden Topklubs auf Überraschungsspitzenreiter Hannover auf drei beziehungsweise fünf Minuspunkte.

Bilder vom Spiel der 1. Handball-Bundesliga zwischen der TSV Hannover-Burgdorf und der HSG Nordhorn-Lingen

Alfred Jönsson holt zum Wurf aus... Zur Galerie
Alfred Jönsson holt zum Wurf aus... ©
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Viele Auswärtsspiele stehen bevor

„Die Punkte fallen einem nicht in den Schoß“, sagte Christophersen „Dazu ist die Liga zu ausgeglichen.“ Diese Erfahrung machten auch die Recken-Profis am Donnerstag beim 30:29-Zittersieg über den HSG Nordhorn-Lingen. „Es war wichtig, beide Punkte in Hannover zu behalten“, sagte Christophersen. Das Wort „meisterlich“ vermied er wie schon in den Vorwochen, obwohl im Augenblick Rekordmeister THW Kiel als einziger Verfolger übrig geblieben ist.

Christophersen sagte: „Wir treten in den nächsten vier Wochen viermal auswärts an.“ Er weiß, dass seine Recken den Platz an der Sonne auch „unseren tollen Fans zu verdanken haben, die uns gegen die Topteams fantastisch unterstützt haben“.

Der Sportliche Leiter weist auf eine Unwucht im Spielplan hin. Hannover hat sieben von elf Punktspielen daheim bestritten, die Rhein-Neckar Löwen sind in ihren elf Partien achtmal auswärts angetreten. Und die anstehenden Aufgaben in der Fremde (Wetzlar am Sonntag, Kiel am 17. November, Leipzig am 1. Dezember sowie Mannheim (Pokal am 4. Dezember) haben Hannover in der Vergangenheit nur selten Erfolgserlebnisse beschert.

Das sind die nächsten Spiele der TSV Hannover-Burgdorf in der Saison 2019/20

<b>14. Spieltag:</b> SC DHfK Leipzig (A), Sonntag, 1. Dezember, Uhrzeit offen Zur Galerie
14. Spieltag: SC DHfK Leipzig (A), Sonntag, 1. Dezember, Uhrzeit offen ©

"Handball besteht aus vielen Kleinigkeiten"

Es sind in gewissem Sinne Wochen der Wahrheit für die Überraschungs-Recken. Dabei kommt es auf zwei Komponenten an: Ist der Kader komplett, und findet sich der Rhythmus wieder? Morten Olsen (Infekt) und Evgeni Pevnov (Oberschenkelprobleme), die gegen Nordhorn fehlten, werden sukzessive ans Teamtraining herangeführt. Ob sie schon in Wetzlar wieder fit sind, entscheidet sich während der Woche.

Christophersen betonte abermals, dass Olsens Fehlen allein nicht die Mühen gegen Nordhorn erklärt. „Handball besteht aus vielen Kleinigkeiten“, sagte der 101-malige Nationalspieler. Diese müssten immer wieder eingeschliffen werden, vor dem Nordhorn-Spiel fehlte dazu die Vorbereitungszeit. Neun Profis waren zu Auswahlteams abgestellt. „Die erste Einheit in kompletter Besetzung gab es 48 Stunden vor der Partie“, sagte Christophersen.

Mehr zu den Recken

Vertragsentwicklungen noch diesen Monat

Der Sportliche Leiter hat aber auch abseits des Parketts reichlich Arbeit. Die Verträge von neun Recken-Profis laufen zum Saisonende aus, Leistungsträger wie Fabian Böhm, Ilija Brozovic und Torwart Urban Lesjak machen die Verlängerung von der sportlichen Entwicklung abhängig. „Ich glaube, dass der Handballstandort Hannover auch durch die Entwicklung bei den Recken attraktiv geworden ist“, sagte Christophersen.

Die aktuelle Tabellensituation bietet also die besten Verhandlungsargumente. Christophersen ist daher optimistisch, dass sich „noch in diesem Monat etwas entwickelt“.

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