25. November 2020 / 18:30 Uhr

Guido Buchwald über den Tod von Diego Maradona: "Ich bin sehr erschüttert"

Guido Buchwald über den Tod von Diego Maradona: "Ich bin sehr erschüttert"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Guido Buchwald trauert um Diego Maradona (l.) - während des WM-Finales 1990 lieferten sich die beiden Spieler umkämpfte Duelle.
Guido Buchwald trauert um Diego Maradona (l.) - während des WM-Finales 1990 lieferten sich die beiden Spieler umkämpfte Duelle. © imago images/Sportfoto Rudel
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Guido Buchwald und Diego Maradona - ihr sportliches Duell im WM-Finale 1990 ist legendär. Nach dem Tod der argentinischen Fußball-Legende reagiert der deutsche Ex-Nationalspieler bestürzt und erinnert sich im Gespräch mit dem SPORTBUZZER an gemeinsame Momente.

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Mit tiefer Bestürzung hat der ehemalige deutsche Nationalspieler Guido Buchwald auf den Tod von Diego Maradona reagiert. "Ich bin geschockt. Die Fußball-Welt hat einen ihrer Größten verloren. Nach dem Ende unserer Karrieren habe ich sein Leben immer aus der Ferne verfolgt. Es gab bei ihm stets Aufs und Abs und leider auch gesundheitlich Probleme. Zuletzt hörte man ja aber, dass es ihm wieder besser gehen soll. Daher bin ich schon sehr erschüttert. Zuletzt habe ich ihn 2002 bei der WM in Japan gesehen", sagte der Weltmeister von 1990 im Gespräch mit dem SPORTBUZZER.

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Buchwalds und Maradonas Karrieren waren besonders während der WM vor 30 Jahren in Italien eng miteinander verknüpft. Nach einem Beinschuss gegen Klaus Augenthaler bei einer Trainingseinheit vor dem Turnier hatte Buchwald von den DFB-Kollegen den Spitznamen "Diego" erhalten. Im Finale zwischen Deutschland und Argentinien (1:0) machte Teamchef Franz Beckenbauer den damaligen Profi des VfB Stuttgart dann zum Bewacher Maradonas. Buchwald erfüllte seine Aufgabe glänzend und entnervte den argentinischen Spielgestalter mit seiner unnachgiebigen Abwehrarbeit.

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Buchwald erinnert sich: "Diego hat in seiner aktiven Karriere immer alles für den sportlichen Erfolg getan und das Spiel mit seinem Können maßgeblich geprägt. Wenn es auf dem Platz nicht so lief, wurde er manchmal sehr emotional. Das hat ihn menschlich und sympathisch gemacht. Nach dem WM-Finale 1990 mussten wir gemeinsam zur Dopingprobe. Er hatte nach der Niederlage Tränen in den Augen."