26. April 2020 / 20:30 Uhr

Dieser eFootballer zieht mit 18 Siegen in Serie in die Endrunde ein

Dieser eFootballer zieht mit 18 Siegen in Serie in die Endrunde ein

Henning Kampen
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Spielt stark auf: Pascal Grumann vom VfB Fallersleben.
Spielt stark auf: Pascal Grumann vom VfB Fallersleben. © Privat
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Pascal Grumann holte sich nach einem schwierigen Start Tipps von Überflieger und Vereinskollege Carlo Fischer - jetzt ziehen beide Spieler des VfB Fallersleben in die Finalrunde der eFootball-Kreisliga Wolfsburg ein. Die Verantwortlichen des Kreises überlegen derweil schon, wie sich der Konsolen-Kick in Zukunft in Wolfsburg etablieren lässt.

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Drei Spieltage und nur ein Punkt auf der Habenseite. Die eFootball-Kreisliga Wolfsburg war für Pascal Grumann denkbar schlecht gestartet. „Ich weiß noch ganz genau, wie ich mit einem Punkt dasaß und dachte: Das kann doch alles nicht sein“, sagt Grumann: „Ich habe in den ersten Spielen gemerkt, dass ich noch zu verpennt war. Ich habe die drei Spiele zu Beginn gebraucht, um ein bisschen reinzukommen.“

Hilfestellung bekam Grumann, der beim VfB Fallersleben Torhüter ist, von seinem Teamkollegen Carlo Fischer, der sich als Tabellenführer der Gruppe B mit nur einer Niederlage aus 24 Partien souverän für die Finalrunde qualifiziert hat. „Ich habe mich nach dem dritten Spiel mit ihm besprochen, habe mich von ihm beraten lassen, und dann hat es funktioniert“, sagt Grumann, der seinen schwachen Start aber nicht nur daran festmacht: „In den ersten drei Spielen waren die Gegner nicht die schlechtesten und meine Chancenverwertung war sauschlecht. Danach habe ich mich am Riemen gerissen.“

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Die Wolfsburger efootball-Kreisliga-Organisatoren: Ingo Pillasch, Mehmet Akyol, Janik Urbach und Olcay Irek (v. l.). © NFV-Kreis Wolfsburg

18 Siege in Folge: Mega-Serie brachte Grumann nach oben

Grumann legte eine unfassbare Serie von 18 Siegen in Folge hin – der Lohn ist die Teilnahme an der Finalrunde. Der Schicksalstag war für den 21-Jährigen der 5. April, an dem Sonntag gewann Grumann alle seine drei Partien und schoss insgesamt 16 Tore. Vor allem das dritte Spiel gegen DJK Wolfsburg spielte eine entscheidende Rolle: "Da habe ich vorher gedacht: Das wird ein Gradmesser. Bis dahin hatte der DJKler alle Spiele gewonnen, nach dem Sieg war ich richtig gepusht. Ab da habe ich gedacht, vielleicht ist für mich ja doch mehr drin.“

eFootball-Kreismeisterschaft in Wolfsburg

eFootball-Kreismeisterschaft in Wolfsburg Zur Galerie
eFootball-Kreismeisterschaft in Wolfsburg © Boris Baschin

"Kleine Revanche" für bitteres Aus bei Kreismeisterschaft

Dabei endete die Kreismeisterschaft im Dezember für die VfB-Kicker noch frustrierend: Nach der überstandenen Gruppenphase gab es das Aus im Achtelfinale gegen die DJK Wolfsburg. „Da sind wir richtig bitter rausgeflogen“, sagt Grumann. Ein Tor in der Nachspielzeit ließ den Traum vom Finale platzen. „Unsere Leistung bei diesem Turnier ist so etwas wir eine kleine Revanche“, sagt Fischer, der hofft, frühestens im „Traumfinale“ auf seinen Teamkollegen zu treffen. Grumann sieht Fischer als Favorit auf den Titel: „Carlo könnte das Ding auf jeden Fall gewinnen, das wäre schon cool für unseren Verein.“ Vielleicht mit einem versöhnlichen Ende für beide. „Es ist mein Ziel, im Finale auf ihn zu treffen“, sagt Grumann.

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In der Finalrunde trifft jeweils der Sieger der einen Gruppe auf den Vierten der anderen, sowie der Zweite auf den Dritten. Von Montag bis Donnerstag sind die Viertelfinals geplant, Freitag und Samstag das Halbfinale und Sonntag das Endspiel. In jeder Runde benötigt ein Spieler zwei Siege gegen seinen Kontrahenten. Unentschieden nach 90 Minuten werden ohne Verlängerung oder Elfmeterschießen beendet und gehen nicht mit in die Wertung ein.

Die eFootball-Beauftragten des Kreises Wolfsburg, Mehmet Akyol, Janik Urbach, Olcay Irek und Ingo Pillasch, wünschen sich, dass der eSport auch in Zukunft neben dem normalen Ligabetrieb weiterläuft. "Wir müssen mal schauen, wie wir den eFootball in Wolfsburg auch in Zukunft etablieren können. Wir haben die Liga innerhalb eines Tages geplant und die Spieler sind super glücklich damit. Das knüpft neue Freundschaften untereinander und verbindet auch im Kreis Wolfsburg die Vereine", sagt Akyol.