01. September 2020 / 00:48 Uhr

Dieser Ex-VfLer hat schon für Wolfsburgers EL-Gegner in Albanien gespielt

Dieser Ex-VfLer hat schon für Wolfsburgers EL-Gegner in Albanien gespielt

Engelbert Hensel
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Kennt den VfL Wolfsburg, aber auch den FK Kukesi bestens: Valdet Rama.
Kennt den VfL Wolfsburg, aber auch den FK Kukesi bestens: Valdet Rama. © Boris Baschin
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Für die meisten VfL-Fans ist der FK Kukesi, auf den die Wolfsburger in der Europa-League-Qualifikation trifft, ein unbeschriebenes Blatt. Aber nicht für den Ex-VfLer Valdet Rama - der hat sogar schon für den albanischen Klub gespielt.

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Der VfL muss am 17. September in der Qualifikation zur Europa League bei FK Kukesi ran. Und ein Ex-Wolfsburger kennt diesen Klub ganz gut: Valdet Rama. Der Linksaußen war vor einem Jahr vom albanischen Erstligisten zu Drittligist SV  Meppen gewechselt. „Für die Jungs wird das Spiel gegen den VfL ein Highlight werden, die Wolfsburger sind zwar Favorit, aber sie müssen trotzdem aufs Gaspedal treten“, weiß der 32-Jährige, der ein halbes Jahr lag für FK gekickt hatte.

In der abgelaufenen Saison belegte der FK in der Kategoria Superiore, der ersten albanischen Liga, den zweiten Platz. Und während der Wettbewerb für den VfL erst jetzt startet, war Kukesi schon in der ersten Quali-Runde am Start. Der Erstligist hatte da ebenfalls Heimrecht und gewann gegen Slavia Sofia mit 2:1. „Ich hab’ mir das Spiel angeschaut, das war ganz gut von Kukesi, sie haben sich Chancen herausgespielt und haben sich etwas zugetraut. Die Spieler kämpfen immer, geben immer hundert Prozent. Der VfL wird sich anstrengen müssen“, sagt Rama über seinen Ex-Verein.

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"In Albanien ist das ein Spitzenklub"

Der neue Trainer Skender Gega habe ein robustes und kompaktes Team am Start – eines, welches auch höherklassigen Gegnern das Leben schwer machen könne, so Rama. Der Klub war 2017 Meister geworden und hatte 2016 und 2019 den Pokal geholt. Der 32-Jährige weiter: „Sie spielen immer um den Titel mit, in Albanien ist das ein Spitzenklub.“

Bei Spielen des VfL-Gegners kann es schon mal hoch hergehen: In der Europa League 2015 war bei einem Heimspiel in Tirana ein Spieler von Legia Warschau mit einem Stein am Kopf getroffen, die Partie daraufhin abgebrochen und das Spiel schließlich 3:0 für den polnischen Erstligisten gewertet worden. Zudem musste der VfL-Gegner 70.000 Euro Strafe bezahlen. „In der Zeit, in der ich da war, gab es solche Vorfälle nicht“, so Rama. „Ich finde, dass sich der albanische Fußball weiterentwickelt hat. Das gilt auch für den Verband. Ich kann aus meiner Zeit dort nichts Negatives sagen.“

Heimspiele in Tirana

Der VfL-Gegner trägt viele seiner Heimspiele derzeit in Tirana aus. Der Grund: Der Klub baut gerade in Kukes ein neues Stadion. Und so weilen Trainer und Spieler des Vereins zurzeit in der Hauptstadt des Landes, die knapp zwei Autostunden von Kukes entfernt liegt.

Alle Runden werden in nur einem Spiel ausgetragen, das Heimrecht wurde ausgelost. Allerdings kann die UEFA das Heimrecht auch bestimmen, wenn die Austragung des Spiels wegen der Corona-Situation in einem Land nicht möglich ist. Muss man sich als Team wegen der Pandemie Sorgen machen, jetzt nach Albanien zu fliegen? „Meine Freunde vor Ort sagen mir, es sei nicht so schlimm, wie es oftmals medial dargestellt wird“, erzählt Rama. „Am Ende sollte man wegen Corona überall aufpassen. Auch in Deutschland.“

Ungewöhnlich: Bereits heute wird die nächste Runde (Q3) ausgelost, die am 24. Oktober gespielt wird. Die endgültige Entscheidung, wer in der Gruppenphase dabei ist, fällt dann in der Play-Off-Runde am 1. Oktober.