15. Juli 2021 / 19:28 Uhr

Diesmal als Mini-Festakt: Wolfsburgs Sportler des Jahres offiziell geehrt

Diesmal als Mini-Festakt: Wolfsburgs Sportler des Jahres offiziell geehrt

Benno Seelhöfer
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Bei der Ehrung dabei (v. l.): Ein Teil der Tischtennis-Damen des SSV Neuhaus (Trainer Frank Baberowski, Katharina Buka, Sarah Nitsch, Marlene Andres, Kristin Engel), Ingolf Viereck (stellv. Sportausschuss-Vorsitzender), Britta Hagedorn (Rollkunstlauf-Abteilungsleiterin TV Jahn), Klaus Mohrs (Oberbürgermeister), Ursula Sandvoß (ehem. Vorsitzende des Stadtsportbundes), Stadträtin Monika Müller (Dezernentin für Soziales, Gesundheit, Klinikum und Sport), Christoph Höhenleitner (Ex-Profi der Grizzlys Wolfsburg), Werner Reimer (Sportausschuss-Vorsitzender) und Timo Kaupert (Vorsitzender des Stadtsportbundes).
Bei der Ehrung dabei (v. l.): Ein Teil der Tischtennis-Damen des SSV Neuhaus (Trainer Frank Baberowski, Katharina Buka, Sarah Nitsch, Marlene Andres, Kristin Engel), Ingolf Viereck (stellv. Sportausschuss-Vorsitzender), Britta Hagedorn (Rollkunstlauf-Abteilungsleiterin TV Jahn), Klaus Mohrs (Oberbürgermeister), Ursula Sandvoß (ehem. Vorsitzende des Stadtsportbundes), Stadträtin Monika Müller (Dezernentin für Soziales, Gesundheit, Klinikum und Sport), Christoph Höhenleitner (Ex-Profi der Grizzlys Wolfsburg), Werner Reimer (Sportausschuss-Vorsitzender) und Timo Kaupert (Vorsitzender des Stadtsportbundes). © Roland Hermstein
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Die Wolfsburger Sportlerinnen und Sportler des Jahres 2020 standen schon länger fest - jetzt hat die Stadt sie auch offiziell geehrt, wenn auch nur in einem Mini-Festakt. Ein großer soll im nächsten Jahr nachgeholt werden, versprach Wolfsburg Oberbürgermeister Klaus Mohrs.

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Erstmals per digitaler Abstimmung, erstmals wegen Corona im abgespeckten Rahmen: Die Wahl der Wolfsburger Sportler des Jahres 2020 brachte einige Premieren und Überraschungen mit sich. So wie auch bei der Preis-Verleihung am Donnerstag im Rathaus, die nicht wie noch im Februar 2020 (kurz vor dem Ausbruch der Corona-Pandemie) im Vorsfelder Schützenhaus steigen konnte. Aber das soll die herausragenden Leistungen der Athletinnen und Athleten nicht schmälern. Anne Sophie Schiefer (Rollkunstlauf, TV Jahn Wolfsburg), Christoph Höhenleitner (Eishockey, Grizzlys Wolfsburg) und die Tischtennis-Damen des SSV Neuhaus (Regionalliga) erhielten nun offiziell ihre Auszeichnungen.

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Im Dezember letzten Jahres hatten erstmals alle Wolfsburgerinnen und Wolfsburger online über die Preisträger abstimmen dürfen, eine Jury, die seit 1956 die Auswahl vornimmt, schlug diesmal nur drei Kandidaten pro Kategorie vor. Anschließend gaben 10.652 Menschen ihre Stimme ab - und sorgten für die eine oder andere Überraschung. Mit Schiefer wurde zum ersten Mal eine Rollkunstläuferin zu Wolfsburgs Sportlerin des Jahres gewählt. Höhenleitner wurde nach seinem Karriere-Ende für seine langjährigen herausragenden Leistungen in der DEL zum Sportler des Jahres gewählt. Und die Tischtennis-Asse des SSV setzten sich knapp mit 1466 Stimmen vor den Bundesliga-Fußballerinnen des VfL Wolfsburg (1441 Stimmen) durch.

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Doch nun gab es für sie nur einen kleinen Festakt im Ratsaal. "Wir haben eine völlig andere Situation als noch in den Jahren zuvor", sagt Wolfsburgs Oberbürgermeister Klaus Mohrs in seiner Ansprache und verweist auf die Corona-Pandemie. Er verspricht aber: "Schmerzlich mussten wir eine große Veranstaltung ausfallen lassen, wir werden sie aber im nächsten Jahr nachholen." Und: Am Donnerstag wurden nur die Sportler und Sportlerinnen des Jahres honoriert, beim üblichen Festakt gibt es aber viel mehr Ehrungen. Mohrs: "Es haben auch ganz viele andere tolle Leistungen gezeigt. Das kommt dann auf der großen Veranstaltung zum Tragen."

Außerdem blickte der Oberbürgermeister voraus, hofft, dass Corona den Sport nicht erneut so lahmlegen wird wie in der ersten Jahreshälfte. "Viele Trainings- und Wettkampf-Möglichkeiten haben gefehlt", sagt Mohrs und kündigt an: "Mit der nächsten Corona-Welle, die hoffentlich nicht so stark sein wird, werden wir anders umgehen als alles zu schließen. Wir wollen Vereine unterstützen, die Trainingsmöglichkeiten aufrechterhalten wollen." Denn viele Klubs hätten gute Hygiene-Konzepte - "und eine Vollkasko-Versicherung zu Corona-Zeiten gibt es nicht". Außerdem verabschiedete Mohrs noch Ursula Sandvoß, die nach zehn Jahren ihr Amt als Vorsitzende des Stadtsportbundes unlängst an Timo Kaupert übergeben hat.

Und so mussten sich die Gewinner ihren Pokal und ihren Blumenstrauß in diesem Jahr Corona-konform selbst nehmen. Allerdings waren nicht alle dabei: Schiefer fehlte, weil sie bereits in Freiburg ist, wo sie auf dem internationalen Deutschland-Pokal die nächsten Medaillen im Blick hat. Für sie war Abteilungsleiterin Britta Hagedorn vor Ort. Und auch die SSV Damen waren nicht vollzählig. Trainer Frank Baberowski, Katharina Buka, Sarah Nitsch, Marlene Andres und Kristin Engel nahmen die Auszeichnung entgegen. Ihre Kolleginnen Linda Kleemiß, Lisa Krödel und Julia Heidemann konnten nicht dabei sein.