17. April 2018 / 09:10 Uhr

Diesmal lässt Bemerode keine Punkte gegen Preußen Hameln liegen

Diesmal lässt Bemerode keine Punkte gegen Preußen Hameln liegen

Sven Just
SPORTBUZZER-Nutzer
Nico Cochanski nach seinem Tor zum 4:2 USER-BEITRAG
Nico Cochanski nach seinem Tor zum 4:2 © Sven Just
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Überlegen geführtes Spiel beschert den Bemeroder Jungs drei Punkte

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Bemerode gewinnt mit 5:2 nach 2:0 Halbzeitstand

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TSV Bemerode - FC Preußen Hameln ©
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Unglaublich aber wahr – Bemerode konnte in der Saison 2017/18, genau genommen am 21. Spieltag, sein erstes Heimspiel auf dem A-Platz austragen. Die Vorfreude war groß und die erste Elf konnte den Schwung auch gleich mit auf den Rasen bringen. Von Beginn an wurde die Partie überlegen gestaltet. Der Ballbesitz war vermehrt auf Bemeroder Seite, jedoch wirkte das Ganze noch nicht souverän. Es wurde etwas zu ungenau gespielt und der Ball des Öfteren zu leicht hergeschenkt. Dennoch war man, im Gegensatz zu den letzten beiden Partien, gewillt einen Spielaufbau zu betreiben und dies klappte aus der gut organisierten Abwehr heraus ordentlich. Preußen Hameln wirkte verunsichert. Sie agierten mit langen Bällen in die Spitze, die von der Bemeroder Viererkette häufig direkt abgefangen wurden.

In der 15. Minute ging Bemerode in Führung. Eine eigentlich harmlose Ecke fand irgendwie den Weg bis zum zweiten Pfosten, wo Steffen Krumpholz locker vollendete. 

Nach etwa 30 Minuten setzte sich Hendrik Hahne an der Mittellinie in einem Zweikampf mit seiner geballten Erfahrung durch, spielte den Ball steil in Richtung des Außenstürmers und wird eine Sekunde später rüde von hinten angegangen. Der Schiedsrichter entschied auf Platzverweis, was hart, aber durchaus vertretbar war.

In der Folge erspielte sich Bemerode zwei exzellente Torchancen über den nimmermüden Nico „Super-Saiyajin“ Cochanski, der sich stark über Außen durchtankte und jeweils auf einen mitgelaufenen Bemeroder quer legte. Leider erfolgten die beiden Abschlüsse nicht zwingend genug. Außerdem wurde auf Timo Lindemann durchgesteckt, er scheiterte jedoch freistehend am gegnerischen Keeper. Das zweite Tor fiel kurz vor der Pause. Armin Ziegenbein verwandelte einen an ihm verursachten Foulelfmeter. Die Hamelner hatten einen mehr oder weniger gefährlichen direkten Freistoß und einen Sololauf mit ungenauem Abschluss zu verzeichnen. Beide Male musste unser Torwart Arne Gilster nicht eingreifen.

Nach der Pause änderte sich nicht viel, nur die Taktzahl an guten Möglichkeiten nahm zu. Die Bemeroder Jungs stürmten, erspielten sich Chancen und vergaben zum Teil kläglich. In dieser Phase hätte der wohl bekannteste Sack der Welt zugemacht werden müssen.

In der 60. Minute dann die große Überraschung: Trinkpause! Der Schiedsrichter entschied sich das Spiel bei sonnigen 17 Grad für eine Trinkpause zu unterbrechen. 

Nun ja, das schien geholfen zu haben. Denn nur fünf Minuten später erzielte Armin seinen zweiten Treffer nach abermaliger schöner Vorarbeit von Cochanski. Immer wieder wurden starke Angriffe gezeigt. Bei den Hamelnern machte sich die Unterzahl bemerkbar. Doch egal wer sich im Abschluss versuchte, keiner konnte vollenden. 

Aus dem Nichts kam Hameln dann zum 1:3. Ein lang geschlagener Ball kam postwendend zurück, ein Hamelner Stürmer verarbeitete ihn und zog direkt ab. So schnell kann es gehen. Doch das war es noch nicht. Keine fünf Minuten später segelte wieder ein hoher Ball in Richtung Viererkette. Zwei Bemeroder behinderten sich und der Ball sprang an einen Arm. Der folgende Freistoß wurde in die Mauer gesetzt, nur leider schützte Yannik sein Gesicht ebenfalls mit dem Arm. Da dies verboten ist, entschied der Schiedsrichter auf Elfmeter. Jener wurde verwandelt und auf einmal war Hameln ohne eine wirkliche Torchance wieder dran.

Fünf Minuten vor dem Ende ereignete sich noch eine unschöne Szene an der linken Eckfahne des Hamelner Gehäuses. Tim Geburzi versuchte den Ball gegen zwei Gegner zu behaupten und ließ sich immer weiter zur Eckfahne drängen. Und dann passierte es. Ebendiese Eckfahne fuhr ihm eiskalt von der Seite in die Beine. Von der Bank hörte man nur ein lautes „Heeeeeeeey“, doch der Schiedsrichter entschied folgerichtig auf „Ball gespielt“. An dieser Stelle gute Besserung an Tims rechten Fuß!

Cochanski krönte seine sehr gute Leistung an diesem Tag mit dem 4:2. Den Schlusspunkt setzte die „Furia Roja“ Guillermo Estaban Sergio Ándres (etc.) Pablos Villarroel mit einem wirklich schönen Treffer, der leider nicht entsprechend gefeiert wurde. Eine Seitenverlagerung nahm der stark spielende Pablo gut mit in Richtung Tor und überlupfte den herauskommenden Torwart sehenswert. Danach pfiff der Schiedsrichter ab.

Nach dem Spiel ärgert man sich sowohl über die Vielzahl der ausgelassenen Torchancen, als auch über die beiden unnötigen Gegentore. Sei es drum, Bemerode bleibt oben dran und das ist was zählt! Die dominant geführte Partie macht Lust auf mehr. Nächste Woche gastieren die Bemeroder Jungs in Springe. Die Springer kämpfen gegen den Abstieg, Bemerode muss siegen, um oben dran zu bleiben. Dies wird keine einfache Aufgabe.

Bericht: Malte Oberbeck

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