14. März 2019 / 08:07 Uhr

Dieter Schatzschneider ist sich sicher: Mit dieser Elf wird sich Hannover 96 noch retten

Dieter Schatzschneider ist sich sicher: Mit dieser Elf wird sich Hannover 96 noch retten

Andreas Willeke
Möchte Jonathas im Sturm zusammen mit Weydandt sehen: 96-Kultstürmer Dieter Schatzschneider.
Möchte Jonathas im Sturm zusammen mit Weydandt sehen: 96-Kultstürmer Dieter Schatzschneider. © imago images / Joachim Sielski
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Ex-Stürmer Schatzschneider glaubt bei Hannover 96 noch an die Relegation – wenn Trainer Thomas Doll auf die richtige Mannschaft setzt. Walace gehört für ihn nicht dazu. "Wenn die Richtigen auf dem Platz stehen, ist mit dieser Mannschaft viel möglich“, sagt der 60-Jährige.

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Bei Dieter Schatzschneider ist Hoffnung reingeschneit im Abstiegskampf, trotz der 96-Niederlage gegen Leverkusen. „Ich glaube fest daran, dass wir den Relegationsplatz packen“, sagt der pensionierte Torjäger nach der Schneeballschlacht am vergangenen Sonntag. Er habe „ein gutes Gefühl“, beschreibt der 60-Jährige seine Befindlichkeit. „Vor der Saison habe ich schon gesagt, für uns geht’s nur um Platz 16. Ich bin überzeugt, dass es am Ende so kommt.“

„Ich sehe da eine richtige Mannschaft, in der jeden für den jeden rennt und arbeitet“

Der Mutmacher erkennt das Gute im Schlechten, der fünften Niederlage im sechsten Spiel des neuen 96-Trainers. „Thomas Doll hat jetzt endlich seine Mannschaft gefunden“, hofft Schatzschneider. „Die Mannschaft, die in der zweiten Halbzeit gespielt hat, hat sich zusammengerauft. Wenn die Richtigen auf dem Platz stehen, ist mit dieser Mannschaft viel möglich.“

Der Ex-Profi, der beim HSV und auf Schalke gekickt hat, meint durchzublicken: „Ich sehe da eine richtige Mannschaft, in der jeden für den jeden rennt und arbeitet.“

Dieter Schatzschneider: Mit dieser Elf kann sich Hannover 96 noch retten:

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Schatzschneider: Einzelkämpfer Walace

Walace gehört für ihn allerdings nicht dazu, „der untergräbt das Mannschaftsgefüge“. Doll hat den 23-Jährigen in der Halbzeit der Leverkusen-Partie angeblich wegen eines Pferdekusses ausgewechselt. „Danach ging’s richtig ab, die Mannschaft hat einen Zwei-Tore-Rückstand aufgeholt“, freut sich Schatzschneider. „Ich weiß doch, wie das in einer Mannschaft abläuft. Für Leute, die nur für sich spielen, mag keiner laufen. Wenn zwei oder drei Leute davon dabei sind, hören die anderen auch auf.“

Walace ist dabei der Spieler, an dem sich Doll entscheiden muss, meint Schatzschneider: „Stellt er eine Mannschaft auf, die füreinander da ist, dann bleibt Walace draußen. Oder geht’s darum, ihn ins Schaufenster zu stellen und möglichst viel Geld bei seinem Verkauf einzunehmen, dann spielt er.“

Die letzten zehn Spiele von Hannover 96 gegen den FC Augsburg:

Hannover 96 wartet seit dem 21.10.2017 auf einen Auswärtssieg in der Fußball-Bundesliga. Gegner damals war ausgerechnet der FC Augsburg. Denn: Am Samstag reisen die Roten erneut zum FCA und können ihre schwarze Serie an dem Ort beenden, an dem sie begann. Hier seht Ihr, wie sich 96 in den letzten zehn Partien gegen die Fuggerstädter geschlagen hat.  Zur Galerie
Hannover 96 wartet seit dem 21.10.2017 auf einen Auswärtssieg in der Fußball-Bundesliga. Gegner damals war ausgerechnet der FC Augsburg. Denn: Am Samstag reisen die Roten erneut zum FCA und können ihre schwarze Serie an dem Ort beenden, an dem sie begann. Hier seht Ihr, wie sich 96 in den letzten zehn Partien gegen die Fuggerstädter geschlagen hat.  ©

Jonathas trifft - Weydandt haut alles rein

Jonathas, auch unter Diva-Verdacht, beurteilt der ehemalige Stürmer gesondert. „Jonathas läuft zwar auch nicht so viel, macht sich aber in der Mannschaft durch seine Tore beliebt“, da erinnert sich Schatzschneider wohl auch an seine Karriere. In den letzten beiden Partien hat der in der Winterpause zurückgekehrte Brasilianer jeweils ein Tor erzielt.

Hendrik Weydandt, für Walace eingewechselt und von den Fans später zum besten 96-Spieler der Partie gewählt, wird von Schatzschneider besonders gelobt. „Die Mannschaft weiß, der haut sich rein.“ Der neue Kapitän Marvin Bakalorz bestätigt: „Wenn man sieht, wie Henne in der zweiten Halbzeit gestartet ist – er hat einige mitgezogen, das hat Aufschwung gegeben.“

Schatzschneider glaubt auch, „bei Weydandt wäre viel mehr drin gewesen, wenn er richtig aufgebaut worden wäre. Er könnte fünf bis zehn Tore pro Saison machen.“ Weydandt kam erst zu Saisonbeginn aus der Regionalliga zu den Profis. Als Alternative sollte auch Nicolai Müller, zuletzt nicht eingesetzt, eine wichtige Rolle spielen, wünscht sich Schatzschneider. „Der will uns auch helfen.“

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„Einzelschicksale dürfen jetzt keine Rolle mehr spielen“

Grundsätzlich gelte, „Einzelschicksale dürfen jetzt keine Rolle mehr spielen“, sagt Schatzschneider. „Wir brauchen eine Mannschaft, die alles gibt. Wenn wir absteigen sollten, dann wenigstens erhobenen Hauptes – und nicht wie beim 1:5 in Stuttgart.“

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