10. April 2021 / 15:04 Uhr

Dietmar Hamann über Zoff beim FC Bayern: Hansi Flick "sollte schon etwas vorsichtiger sein"

Dietmar Hamann über Zoff beim FC Bayern: Hansi Flick "sollte schon etwas vorsichtiger sein"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Sieht die Bayern im Dauerstreit zwischen Hansi Flick und Hasan Salihamidzic vor entscheidenden Wochen: Dietmar Hamann.
Sieht die Bayern im Dauerstreit zwischen Hansi Flick und Hasan Salihamidzic vor entscheidenden Wochen: Dietmar Hamann. © IMAGO/Montage
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Der Dauerstreit zwischen Trainer Hansi Flick und Sportvorstand Hasan Salihamidzic hält den FC Bayern in Atem. Der frühere Nationalspieler Dietmar Hamann rechnet nicht damit, dass die Risse noch zu kitten sind. Er warnt Flick, der die Lage mit kryptischen Aussagen in den vergangenen Tagen eskalierte.

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Immer wieder gerieten Hansi Flick und Hasan Salihamidzic in den vergangenen Wochen beim FC Bayern München aneinander. Längst glauben viele Experten, dass die Risse, die sich im Verhältnis zwischen Trainer und Sportvorstand ergeben haben, nicht mehr zu kitten sind. Nachdem Salihamidzic vor dem Champions-League-Spiel gegen Paris Saint-Germain verkündete, dass Jerome Boateng den Klub am Saisonende verlässt, reagierte Flick nach dem 2:3 gereizt. Wenig später folgte ein Machtwort von Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge, der gegenüber Bild die Streithähne zur Räson rief. Ex-Nationalspieler Dietmar Hamann warnte insbesondere Flick vor dem Heimspiel gegen Union Berlin vor weiteren Konsequenzen. Dieser müsse in der derzeitigen Gemengelage sehr vorsichtig sein.

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Flick hatte nach dem PSG-Spiel angedeutet, dass er mit der Entscheidung wie auch mit dem Zeitpunkt der Bekanntgabe nicht glücklich war: "Ich beantworte diese Frage nicht", sagte er. Sein Nachsatz: "Alles muss ich nicht beantworten, weil ich es auch nicht möchte. Ich muss da auch ein bisschen schauspielern. Das gehört auch dazu zum Trainerjob." Auf der Pressekonferenz vor dem Union-Spiel bemängelte er zuvor nicht gekannter Deutlichkeit die Kader-Zusammenstellung Salihamidzics: "Wir hatten letztes Jahr eine Mannschaft, die qualitativ - und das weiß glaube ich jeder und jeder wird mir da zustimmen - besser war als die Mannschaft in diesem Jahr."

"Er muss sich natürlich schon bewusst sein, dass er Angestellter des Vereins ist", sagte der 47-Jährige bei Sky mit Blick auf die jüngsten, vieldiskutierten Äußerungen des Münchner Coaches. "Und der Hasan Salihamidzic ist sein direkter Vorgesetzter. Von daher sollte er schon etwas vorsichtiger sein mit solchen Aussagen."



Die Münchner, darunter auch die Bosse Karl-Heinz Rummenigge und Oliver Kahn, "lägen gut daran, sich mal alle an einen Tisch zu setzen", so Hamann weiter. Der Vizeweltmeister von 2002 wurde deutlich: "Die Nerven liegen blank." Er geht so oder so von einer Trennung am Ende der Saison aus, wie er bereits im Vorfeld kundgetan hatte.