13. April 2022 / 21:41 Uhr

Hamann rechnet mit Bayern-Bossen ab - und bringt Werner als Nachfolger von Lewandowski ins Spiel

Hamann rechnet mit Bayern-Bossen ab - und bringt Werner als Nachfolger von Lewandowski ins Spiel

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Dietmar Hamann (l.) rät dem FC Bayern, sich mit Timo Werner zu beschäftigen. 
Dietmar Hamann (l.) rät dem FC Bayern, sich mit Timo Werner zu beschäftigen.  © IMAGO/Sportimage/Getty Images (Montage)
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Nach dem Champions-League-Aus des FC Bayern analysiert Dietmar Hamann die Lage bei den Münchnern und fällt ein vernichtendes Urteil über die Chefetage. Zudem würde der Ex-Nationalspieler künftig nicht mehr zwingend auf Robert Lewandowski bauen. Ein seiner Meinung nach möglicher Erbe des Polen: Timo Werner.

Nach dem Aus in der Champions League gegen Außenseiter FC Villarreal hat sich Ex-Nationalspieler Dietmar Hamann die Chefetage des FC Bayern vorgeknöpft. "Das größte Problem ist die Führungsschwäche. Das begann mit der Jahreshauptversammlung im vergangenen Jahr, zuletzt ging es mit dem Wechselfehler weiter, als sie die Hauptverantwortung dem DFB in die Schuhe geschoben haben. Keiner übernimmt Verantwortung, und genauso spielen sie auch Fußball", schreibt der frühere FCB-Profi in seiner Sky-Kolumne und sieht große Defizite in der Kader-Planung.

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Dabei missfällt dem 48-Jährigen die weiterhin bestehende Ungewissheit bei den 2023 endenden Verträgen von Robert Lewandowski, Thomas Müller, Manuel Neuer und Serge Gnabry. "Julian Nagelsmann muss all diese Dinge moderieren, auf die er aber gar keinen Einfluss hat", meint Hamann und nimmt den Trainer in Schutz: "Er musste sich zu Dingen äußern, die ihn nichts angehen, sondern Sache der Chefs sind. Das Verhalten der Verantwortlichen ist nicht professionell, und das spiegelt sich dann auch in der Mannschaft wider. Die Quittung dafür haben die Bayern gegen Villarreal bekommen."

Auch an der Transfer-Politik der vergangenen Jahre lässt Hamann kaum ein gutes Haar. "Wenn ich mir nur mal die Transfers der letzten zwei Jahre anschaue, hat man für viel Geld Spieler wie Roca, Sarr, Cuisance und Sabitzer geholt, die kaum zum Einsatz kommen. Auf der Bank sitzen Leute, die der Trainer nur in Notsituationen einwechselt. Da haben die Münchner viel Geld in die Isar geschmissen, was gerade in Corona-Zeiten doppelt bitter ist. Die nächsten Transfers müssen sitzen", schreibt er.

Überhaupt rät Hamann seinem Ex-Klub zum Umbruch und macht dabei auch vor der Personalie Lewandowski, der zuletzt mit einem Wechsel zum FC Barcelona in Verbindung gebracht wurde, nicht Halt. "Ich glaube, dass es nicht einmal das Schlechteste für die Bayern wäre, wenn er ginge. Lewandowski wird 34, ich glaube schon, dass er noch ein Jahr lang seine Tore schießt. Aber ob er sein Niveau noch über zwei oder drei Jahre halten kann, weiß ich nicht. Vielleicht wäre es besser, die Mannschaft neu aufzustellen", meint der Sky-Experte und bringt auch einen möglichen Nachfolger für den polnischen Nationalspieler ins Spiel: Timo Werner vom FC Chelsea.

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"Ich bin nicht der größte Fan von Timo Werner, aber er würde in München auch seine 20 oder 25 Tore machen", erklärt Hamann: "Du brauchst einen gestandenen Spieler, der mit der Situation bei Bayern umgehen kann. Man muss schauen, was sie für Lewandowski bekommen sollten, und dann werden die Bayern schon einen Plan haben, wie sie weitermachen wollen. Aber es muss jetzt zeitnah etwas passieren, sie dürfen diese Sachen nicht weiter vor sich herschieben."

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