05. März 2020 / 14:35 Uhr

Nach Fan-Schmähungen gegen Dietmar Hopp: Hoffenheim-Mäzen gegen Schalke nicht im Stadion

Nach Fan-Schmähungen gegen Dietmar Hopp: Hoffenheim-Mäzen gegen Schalke nicht im Stadion

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Hoffenheim-Mäzen Dietmar Hopp wird nicht mit zum Auswärtsspiel nach Gelsenkirchen reisen.
Hoffenheim-Mäzen Dietmar Hopp wird nicht mit zum Auswärtsspiel nach Gelsenkirchen reisen. © imago images/Jan Huebner/Montage
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Nach den geschmacklosen Beleidigungen gegen Hoffenheim-Mäzen Dietmar Hopp wird der 79-Jährige beim Spiel gegen Schalke 04 zunächst auf einen Stadionbesuch verzichten. Beim kommenden Bundesliga-Spiel auf Schalke bleibt Hopp der Spielstätte fern.

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Nach den massiven Anfeindungen durch die Fans mehrerer Vereine am vergangenen Wochenende nimmt sich Hoffenheim-Mäzen Dietmar Hopp beim Bundesliga-Gastspiel der TSG gegen den FC Schalke 04 am Samstag eine Auszeit. "Er wird nicht im Stadion sein, weil er schon seit Jahren nicht mehr zu Auswärtsspielen mitfährt", sagte Hoffenheims Geschäftsführer Peter Görlich am Donnerstag.

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Hopp gehe es nach den Vorkommnissen vor allem beim TSG-Spiel gegen Bayern München (0:6), das wegen beleidigender Schmäh-Plakate gegen den 79-Jährigen kurz vor dem Abbruch stand, den Umständen entsprechend. "Ich glaube, wir haben die Situation sehr gut aufgearbeitet", sagte Görlich. "Dass er natürlich nicht begeistert ist, ist klar. Aber er hat sich gut im Griff."

Im Streit des DFB mit den Fans, die Hopp als Symbolfigur ihres Protestes gegen Kollektivstrafen sehen, teilt der Verein die Ansicht der DFL. "Wir lassen gerne Kritik zu, wir fordern und fördern sie. Aber es geht um die Art und Weise und die benutzte Symbolik, die wir als nicht akzeptabel betrachten", sagte Görlich.

Die Chronologie im Fall Hopp: So eskalierte der Hass gegen den Hoffenheim-Mäzen

Hoffenheim-Mäzen Dietmar Hopp ist über die Jahre zur Hassfigur der aktiven Fanszenen geworden. Im Februar 2020 kam es zum Eklat. Doch was ist die Ursache für die Anfeindungen? Der <b>SPORT</b>BUZZER zeigt die Chronologie des Hasses gegen Hopp! Zur Galerie
Hoffenheim-Mäzen Dietmar Hopp ist über die Jahre zur Hassfigur der aktiven Fanszenen geworden. Im Februar 2020 kam es zum Eklat. Doch was ist die Ursache für die Anfeindungen? Der SPORTBUZZER zeigt die Chronologie des Hasses gegen Hopp! ©

Fronten in Diskussionen mit Zuschauern sind verhärtet

Im Dialog mit den Fans, deren Vertreter am Donnerstag in Frankfurt zu einem Gespräch mit DFL und DFB zusammentrafen, seien die "Fronten natürlich nicht die weichesten", sagte Görlich. "Das darf uns aber nicht interessieren. Wir müssen in eine saubere Diskussion und Streitkultur reinkommen, in der jeder Kompromisse zulassen muss."

Sein Geschäftsführer-Kollege Frank Briel erwartet daher beim Spiel in Gelsenkirchen am Samstag (15.30 Uhr) keine neuerlichen Hasstiraden auf den Rängen. "Wir sind hoffnungsvoll und gewillt, dass man das Thema auf eine andere Ebene bringt. Es muss uns gelingen, einen vernünftigen Weg zu finden, bevor wir harte Linien ziehen", sagte Briel.