01. März 2020 / 16:39 Uhr

Fans entrollen Hopp-Banner: Auch Drittliga-Partie Meppen gegen Duisburg wird unterbrochen 

Fans entrollen Hopp-Banner: Auch Drittliga-Partie Meppen gegen Duisburg wird unterbrochen 

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
 Fans des SV Meppen und des MSV Duisburg entrollten Banner, die auf die Causa Hopp anspielten. 
Fans des SV Meppen und des MSV Duisburg entrollten Banner, die auf die Causa Hopp anspielten.  © imago images/Werner Scholz/imago images / Jan Huebner/Montage
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Auch in der dritten Liga gab es in der Begegnung zwischen dem SV Meppen un dem MSV Duisburg eine Spielunterbrechung. Schuld daran waren Fans, die Banner entrollten, die auf die Causa Dietmar Hopp anspielten. 

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Nach den Vorfällen in Sinsheim, Dortmund und bei Union Berlin hat es auch in der 3. Liga eine Spielunterbrechung gegeben. In der Partie zwischen dem SV Meppen und dem MSV Duisburg entrollten beide Fan-Seiten Plakate und Banner, die auf die Causa Dietmar Hopp anspielten. Ein Plakat mit dem Slogan "Euer Versprechen hält nur solange kein Hurensohn beleidigt wird", wurde von den Meppener Fans hochgehalten. Die Duisburger entrollten einen Banner mit der Aufschrift "Hat der Dietmar genug Kohle, wird zu seinem Schutz und Wohle, von Leuten deren Wort nichts wert, mal wieder jemand ausgesperrt".

Gemäß des Drei-Stufen-Plans unterbrach Schiedsrichter Bacher die Partie kurz nach dem Anpfiff der zweiten Halbzeit beim Spielstand von 0:0 und veranlasste eine Stadiondurchsage. Da die Banner jedoch nicht sofort eingerollt wurden beorderte der Unparteiische die Teams in die Kabinen. Die jeweiligen Vereinsvorsitzenden gingen auf die Fans zu und versuchten diese zu beruhigen, um keinen Spielabbruch zu riskieren. Meppen-Coach Christian Neidhart kletterte sogar auf den Zaun am Fanblock der Meppener. Nach einer rund vierminütigen Unterbrechung wurde das Spiel wieder angepfiffen. Meppen gewann die Partie mit 1:0 durch einen Treffer von Luka Tankulic (81.).

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Hopp in mehreren Bundesliga-Stadien beleidigt

Am Wochenende wurde Hoffenheim-Mäzen Dietmar Hopp in mehreren Stadien von Fans beleidigt und verhöhnt. Auch das Spiel des FC Bayern gegen Hoffenheim wurde unterbrochen und die beiden Mannschaften verständigten sich daraufhin aus Solidarität zu Hopp, die Schlussminuten nicht mehr aktiv zu spielen. Der DFB hat die Ermittlungen aufgenommen und auch die Polizei Mannheim hat eine Ermittlungsgruppe eingerichtet. Am Sonntag äußerte sich Hopp zu den Vorfällen. "Ich habe diese Solidarität gesehen und gespürt und es ist natürlich eine große Hilfe, dass da jetzt durchgegriffen wird", sagte Hopp gegenüber Sport1.

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Hopp, der die Hoffenheimer bei ihrem Aufstieg aus der Kreis- bis in die Bundesliga finanziell massiv unterstützte, will die Ermittlungen abwarten. Nach den Beleidigungen der Fans hatte es in der Bundesliga eine Welle der Solidarität für Hopp gegeben. "Ist das der Fußball, den wir wollen? NEIN!", twitterte beispielweise Bayern-Profi Thomas Müller. "Gebt Hetzkampagnen, Rassismus, Antisemitismus, Homophobie und allen anderen Anfeindungen keine Chance. Aus Liebe zum Spiel! Für mehr Toleranz in unserer Gesellschaft!" Auch Freiburgs Trainer Christian Streich verurteilte die verbalen Angriffe. "Diese Hetze gegen Menschen ist nicht hinnehmbar", so der Coach.