18. November 2019 / 14:28 Uhr

Dilek über die PSG-Mentalität: „Wir sind temperamentvoller als andere“

Dilek über die PSG-Mentalität: „Wir sind temperamentvoller als andere“

Nico Schwieger
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Dogan Dilek nimmt Maß: Acht Tore hat er für die PSG Peine bisher erzielt, gegen Woltorf gelang ihm erstmals in dieser Saison ein Doppelpack.
Dogan Dilek nimmt Maß: Acht Tore hat er für die PSG Peine bisher erzielt, gegen Woltorf gelang ihm erstmals in dieser Saison ein Doppelpack. © Ralf Büchler
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Der Aufsteiger ärgerte den Titelkandidaten: Für seinen Doppelpack beim 3:3 gegen den VfL Woltorf in der 1. Kreisklasse wählten die Nutzer des Internet-Portals paz-sportbuzzer.de Dogan Dilek von der PSG 04 zu Peines „Helden der Woche“. Im Interview verrät er ein Erfolgsrezept des Teams: „Wir sind temperamentvoller als andere.“ 

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Dass die Fußballer des Aufsteigers PSG Peine zu den positiven Überraschungen in der 1. Fußball-Kreisklasse gehören – daran hat er einen großen Anteil. Wenn PSG-Stürmer Dogan Dilek spielt, wird es gefährlich für den Gegner. Mit seinen zwei Toren trug er jüngst dazu bei, dass die Peiner nach dem Sieg im Hinspiel auch beim 3:3 im Rückspiel den Titelfavoriten VfL Woltorf ärgern konnten. Für seinen Doppelpack wählten die Nutzer unseres Fußball-Internetportals paz-sportbuzzer.de Dogan Dilek zu Peines Helden der Woche. Im Interview erzählt der 20-Jährige, was seine Mannschaft ausmacht und wie er es schafft, die Bundeswehr und den Fußball unter einen Hut zu bringen.

Dogan, Sie sollen mit der PSG sogar die bessere Mannschaft im Spiel gegen Spitzenreiter VfL Woltorf gewesen sein. Warum haben Sie es trotz der großen Dominanz nicht geschafft, zu gewinnen?

Das erste Problem war, dass wir wieder ein paar Chancen liegen gelassen haben, die rein müssen. Dann hätten wir das Spiel vorzeitig entscheiden können. Außerdem waren wir zu löchrig hinten und haben deshalb den 3:3-Ausgleich kassiert.

Diese Spieler habt ihr in den vergangenen Wochen zu euren Helden der Woche gewählt.

Angreifer Nikola Stankovic (r.) hat gegen Schwicheldt gut gespielt und ist dafür zum Helden der Woche gekürt worden. Zur Galerie
Angreifer Nikola Stankovic (r.) hat gegen Schwicheldt gut gespielt und ist dafür zum Helden der Woche gekürt worden. ©

Werden die Woltorfer auch am Ende der Saison ganz oben stehen?

Nach dem Hinspiel gegen uns hätte ich nicht erwartet, dass sie so gut abschneiden. Aber im Rückspiel hat man gesehen, dass sie einiges drauf haben. Ich bin mir sicher, dass sie um Platz eins mitspielen werden.

Wo werden Sie mit der PSG landen?

Wir werden auch oben mitspielen. Wir haben jetzt zwar ein paar Punkte liegenlassen, die wir in der Rückrunde aber wiederholen. Zudem werden wir uns verstärken, um oben angreifen zu können.

Mehr Helden der Woche

Sie sind bei der Bundeswehr. Was genau machen Sie dort?

Ich bin seit diesem Jahr Fallschirmjäger, also noch nicht so lange dabei. Ich bin in Seedorf bei Bremen stationiert. Noch bin ich nicht im Einsatz, das dauert ein bisschen, bis wir ausgebildet sind. Aber dann möchte ich auf jeden Fall ins Ausland.

Können Sie dann überhaupt regelmäßig Fußball spielen?

Ich bin ja nicht der einzige aus unserer Mannschaft, der beim Bund ist. Das sind noch zwei weitere Mitspieler, die auch schon länger da sind. Bei denen kommt es schon mal vor, dass sie im Ausland sind. Ich bin von Montag bis Freitag nicht da, dafür aber bei den Spielen.

Wie ist die Stimmung in Ihrer Mannschaft?

Wir verstehen uns alle gut. Wir spielen ja schon über einen längeren Zeitraum zusammen und kennen uns alle. Auch unseren neuen Trainer Kadri Capli kennen wir gut, denn er hat uns ja schon einmal trainiert.

Bei der PSG spielen viele Fußballer mit kurdischen Wurzeln. Ist dadurch die Team-Mentalität eine andere im Vergleich zu ihren Gegnern?

Auf jeden Fall. Es ist einfach so, dass wir temperamentvoller sind als andere. Wir meinen das überhaupt nicht böse und nach dem Spiel sind wir auch wieder nett. Aber während des Spiels kann es schon mal sein, dass wir mehr aufdrehen. Wir sind einfach Kämpfer.

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