15. März 2019 / 16:25 Uhr

Dirk Lutz: "Die schönste Fußball-Erfahrung, die ich machen durfte"

Dirk Lutz: "Die schönste Fußball-Erfahrung, die ich machen durfte"

Mirko Jablonowski
Märkische Allgemeine Zeitung
Dirk Lutz (r.) hütete von 2002 bis 2010 das Tor des SV Falkensee-Finkenkrug, mit dem er in der Brandenburg- und Oberliga spielte.
Dirk Lutz (r.) hütete von 2002 bis 2010 das Tor des SV Falkensee-Finkenkrug, mit dem er in der Brandenburg- und Oberliga spielte. © Jan Kuppert
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Brandenburgliga: Dirk Lutz, der ehemalige Schlussmann des SV Falkensee-Finkenkrug, erinnert sich an seine Zeit beim damaligen Oberligisten.

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Wenn sich Dirk Lutz an seine acht Jahre bei den Fußballern des SV Falkensee-Finkenkrug erinnert, kommen ihm nur positive Gedanken in den Sinn. „Das war rückblickend betrachtet die schönste Fußball-Erfahrung, die ich in meiner Laufbahn machen durfte.“ Sportlich betrachtet war dabei die Saison 2008/09 sicherlich der Höhepunkt. Am Ende der Spielzeit in der Oberliga Nord belegte die Vertretung aus der Gartenstadt mit Dirk Lutz als Nummer eins zwischen den Pfosten einen starken siebten Platz und konnte satte 44 Punkte einfahren.

Fast auf den Tag genau vor zehn Jahren, am 14. März 2009, behielt Falkensee-Finkenkrug im Heimspiel an der Leistikowstraße gegen den Torgelower SV Greif deutlich mit 3:0 die Oberhand – Dirk Lutz hielt seinen Kasten einmal mehr sauber. „Wir hatten damals viele individuell sehr gute Spieler“, erinnert sich der ehemalige Finkenkrug-Keeper unter anderem an die Meier-Brüder oder Sascha Zieme. In der Startelf standen damals auch Sascha Kadow, Thomas Guggenberger oder Daniel Scheinig. Die FF-Treffer vor 211 Zuschauern besorgten Sascha Knaak, Nino Purmann und Maximilian Wolchow, der per Elfmeter erfolgreich war.

Dirk Lutz: "Informiere mich regelmäßig über die Ergebnisse"

„Entscheidend war aber viel mehr, dass wir als Team funktioniert haben, niemand hat rumgemosert, wenn ein anderer mal einen Fehler gemacht hat. Jeder hat sich für den anderen 90 Minuten den Arsch aufgerissen. Zudem hatten wir mit Udo Richter und Peter Hackbusch ein super Trainerduo. Udo war der harte Knochen, Peter die gute Seele. Beide haben sich hervorragend ergänzt“, blickt Dirk Lutz, der im Nachwuchs bei Concordia Wittenau, dem 1. FC Lübars und Hertha BSC kickte und erst im Alter von 21 Jahren zwischen die Pfosten wechselte.

In Bildern: SV Falkensee-Finkenkrug ist gegen Grün-Weiss Brieselang Derbysieger

Der SV Falkensee-Finkenkrug (grau-schwarze Trikots) setzte sich in einem turbulenten Derby mit 3:2 (1:0) gegen den SV Grün-Weiss Brieselang (rote Trikots) durch. Zur Galerie
Der SV Falkensee-Finkenkrug (grau-schwarze Trikots) setzte sich in einem turbulenten Derby mit 3:2 (1:0) gegen den SV Grün-Weiss Brieselang (rote Trikots) durch. © Holger Kohl
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2010 zog es den Kälte- und Klimatechniker dann aus Brandenburg ins ferne Baden-Württemberg, nach acht Spielzeiten verließ er den SV Falkensee-Finkenkrug, dessen Weg er aber noch immer verfolgt. „Ich informiere mich regelmäßig über die Ergebnisse und wenn ich mal in Berlin bei meiner Familie bin guck ich immer, ob ich bei einem Heimspiel dabei sein kann.“ Zuletzt klappte das am 30. Spieltag der vergangenen Saison beim 2:4 gegen den TuS 1896 Sachsenhausen, gegen den die aktuelle FF-Mannschaft von Trainer André Bittner am Samstagnachmittag (15 Uhr) am 19. Spieltag der laufenden Spielzeit erneut gefordert ist.

Mit 43 weiterhin zwischen den Pfosten

„Damals hatte sich Torhüter Pascal Stahl verletzt und Co-Trainer Tim Sliwa, mit dem ich ja noch zusammen in der Oberliga gespielt habe, hat gleich gefragt, ob ich mich nicht umziehen könnte“, erzählt Dirk Lutz mit einem Augenzwinkern. Hätte er beim Verein noch einen Pass, wäre er aber vermutlich wirklich eingesprungen. In seiner neuen Heimat fliegt er zumindest trotz seiner inzwischen 43 Jahre noch immer durch die Strafräume der Kreisliga B.

Mit der Rückennummer 40 hütet er den Kasten des SSV Auenstein, mit dem er erst am vergangenen Wochenende einen klaren 3:0-Erfolg feiern konnte und Tabellenplatz drei belegt. „Die Knochen machen noch mit und ich habe immer noch viel Spaß am Spiel“, will sich Dirk Lutz, der früher den niederländischen Nationaltorhüter Edwin van der Saar aufgrund seiner Spielweise bewundert hat, noch nicht auf ein Ende seiner sportlichen Laufbahn festlegen.

Lutz: "Interessiert mich nicht, wie weit die Entfernung ist"

Das absolute Highlight steht für ihn dann am 30. April an, wenn er mit einem All-Star-Team des SV Falkensee-Finkenkrug an seiner alten sportlichen Heimat auf die Traditionsmannschaft des 1. FC Union Berlin trifft. „Der aktuelle Vereinsvorsitzende Sven Steller hatte mich angeschrieben, ob ich nicht Lust hätte, bei diesem Spiel mit dabei zu sein. Darüber habe ich mich riesig gefreut und sofort alles auf den Kopf gestellt, um da Urlaub zu bekommen“, so Dirk Lutz.

„Ich habe meinem Chef gleich nach dem Anruf von Sven Steller aus Falkensee gesagt, dass ich da auf jeden Fall hin muss und das klappt auch alles. Für diese Rückkehr, für das Aufleben lassen der alten Erinnerungen, wäre mir kein Weg zu weit gewesen. Da will ich unbedingt dabei sein und da interessiert mich nicht, wie weit die Entfernung ist.“ Knapp 600 Kilometer liegen zwischen den beiden Sportplätzen des SSV Auenstein und des SV Falkensee-Finkenkrug – für Dirk Lutz am 30. April gefühlt nur ein Katzensprung.

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Die Geschichte des deutschen Torhüters Bert Trautmann, der als Kriegsgefangener bei Manchester City zu einer Ikone aufstieg, begeistert derzeit in den Kinos die Zuschauer. Hier sichert der Keeper während des englischen Pokalfinalspiels am 1956 im Londoner Wembley Stadion gegen Birmingham City den Ball vor einem heranstürmenden gegnerischen Angreifer. ©

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