01. Mai 2022 / 14:50 Uhr

Döbeln gewinnt, Waldheim landet auf Abstiegsplatz in der Handball-Verbandsliga

Döbeln gewinnt, Waldheim landet auf Abstiegsplatz in der Handball-Verbandsliga

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Die Spieler der HSG Neudorf/Döbeln, hier in einem Spiel gegen SV Lok Leipzig-Mitte, beenden die Saison auf dem vierten Tabellenrang.
Die Spieler der HSG Neudorf/Döbeln, hier in einem Spiel gegen SV Lok Leipzig-Mitte, beenden die Saison auf dem vierten Tabellenrang. © Isabel Benkert
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Die Handballer der HSG Neudorf/Döbeln haben ihre weiße Weste nach der Wiederaufnahme des Spielbetriebes auch in der letzten Partie der Verbandsliga-Spielzeit 2021/22 verteidigt. Bei der dritten Mannschaft des SC DHfK Leipzig setzte sich die Truppe von Coach Stefan Preuss am Samstagabend mit 36:29 durch. Für die Handballer vom VfL Waldheim lief es gegen NHV Concordia Delitzsch II nicht gut, sie rutschen auf einen Abstiegsplatz ab.

SC DHfK Leipzig III – HSG Neudorf/Döbeln: Die Handballer der HSG Neudorf/Döbeln haben ihre weiße Weste nach der Wiederaufnahme des Spielbetriebes Anfang März auch in der letzten Partie der Verbandsliga-Spielzeit 2021/22 verteidigt. Bei der dritten Mannschaft des SC DHfK Leipzig setzte sich die Truppe von Coach Stefan Preuss am Samstagabend mit 36:29 durch und beendete damit die erneut von Corona geprägte Saison auf dem vierten Tabellenrang.

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Gute Grundlage für neue Saison

Dabei starteten die Gäste von der Mulde an der Pleiße schlecht in die Partie. Schnell zogen die Gastgeber mit 4:1 davon und hielten die HSG-Herren auch in den folgenden Spielminuten auf Abstand. Kurz vor dem Ende der ersten Hälfte in Halbzeit eins markierten die Döbelner in Person von André Richter jedoch den 8:8-Ausgleich und wenig später sorgte Top-Torschütze Noah Pettern (ebenso wie Tobias Claassen acht Treffer) für die erste HSG-Führung der Partie. In der Folgezeit hatten die Gäste die Hausherren spielerisch im Griff und erarbeiteten sich bis zur Halbzeit-Sirene eine sichere 18:12-Führung. Diese vermochten sie nach Wiederanpfiff auf zeitweise neun Tore auszubauen, verloren aber eine Viertelstunde vor der Schlusssirene ein wenig die Kontrolle über die Partie und ließen die Hausherren wieder bis auf drei Tore herankommen. Diese fingen sich wegen „Meckerns“ jedoch drei Zwei-Minuten-Strafen am Stück, während Claasen, Petters und Stanley Meding (insgesamt neun Treffer) ihre Nerven im Griff behielten und mit weiteren Treffern den schlussendlich ungefährdeten Sieg ihres Teams in trockene Tücher zu packen halfen.

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„Wir sind Mitte der zweiten Halbzeit wieder in den Trott der Anfangsphase verfallen, haben die Sache aber dann noch sicher zu Ende bringen können“, resümiert Coach Preuss. Mit der Bewahrung des weißen Weste und dem Erreichen von Tabellenplatz vier im Gesamtklassement könne man mehr als zufrieden sein und habe sich eine gute Grundlage für den Start in die Vorbereitung auf die neue Saison geschaffen. „Eine neue Saison, die wir hoffentlich endlich einmal wieder durchspielen können“, so der HSG-Männer-Coach. Roger Dietze

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NHV Concordia Delitzsch II – VfL Waldheim: Der spannende Abstiegskampf in der Staffel West der Männer-Verbandsliga hat am Sonnabend ein tragisches Ende für die Handballer vom VfL Waldheim 54 genommen. Dass beim NHV Concordia Delitzsch II wohl nichts zu holen sein würde, war Trainer Manuel Kirpal schon vorher klar. Nicht nur die schlechte Trainingsbeteiligung war dafür ausschlaggebend, sondern auch die Tatsache, dass Waldheim nur mit neun Aktiven in Delitzsch antrat, während die Hausherren zwölf Spieler aufbieten konnten und damit wesentlich mehr Wechselmöglichkeiten hatten.

Dabei erwischten die Gäste trotzdem den besseren Start. Rico Fritsche erzielte in der elften Minute das 6:3 für Waldheim. Nach 22 Minuten stand jedoch die letzte Führung des VfL auf der Anzeigetafel, als Torjäger Markus Becker zum 8:7 traf. In den letzten Minuten der ersten Halbzeit waren dann fast nur noch die Delitzscher erfolgreich, die mit einer 13:9-Pausenführung in die Kabinen gingen.

Böhlen rückt vor

Dass die Hausherren hoch motiviert sein würden, war schon beim Blick auf die Tabelle und das letzte Spiel von Concordia II klar. Denn nach dem 32:23-Erfolg über Waldheim ist Delitzsch mit 16:4 Punkten gleichauf mit Spitzenreiter SG LVB II und kann am 7. Mai im direkten Duell beider Teams in Leipzig noch die Meisterschaft einfahren.

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Doch zurück zum tragischen Sonnabend. Der HV Böhlen – bis dahin Vorletzter der Staffel West – spielte zeitgleich mit Waldheim in eigener Halle gegen Rotation Weißenborn. Für die Gäste ging es in dieser Partie um nichts mehr. Sie hatten weder mit dem Aufstieg noch mit dem Abstieg etwas zu tun. Dennoch führte Weißenborn fast ständig und verzeichnete in der 48. Minute noch einen 18:15-Vorsprung. Doch Böhlen kämpfte sich heran, ging in der 58. Minute mit 21:20 in Führung und siegte am Ende mit 23:22.

Damit rückte der HV mit 7:15 Punkten auf Platz zehn vor Waldheim (6:16). Ob das Böhlen reicht, um dem Abstieg zu entgehen, hängt von den Ereignissen in den Ligen darüber und darunter ab. Das vermutlich letzte Verbandsliga-Tor des VfL erzielte in Delitzsch übrigens Markus Becker 76 Sekunden vor dem Abpfiff. Christian Kluge