08. Oktober 2021 / 12:12 Uhr

Döbelner SC knöpft sich Chemie Böhlen vor

Döbelner SC knöpft sich Chemie Böhlen vor

Heiko Henschel
Leipziger Volkszeitung
Symbolbild Fußball
Auf dem Papier scheint die Partie zwischen dem Döbelner SC und Chemie Böhlen bereits entschieden. © imago images/Zink
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Die Leistungskurven könnten unterschiedlicher kaum sein und die Papierform lässt sich beim besten Willen nicht verbiegen. Der Döbelner SC ist am 8. Spieltag der Fußball-Kreisoberliga gegen den SV Chemie Böhlen haushoher Favorit.

Döbeln. Die Muldestädter um Trainer Thomas Kupper haben ihre bisher einzige Saisonniederlage Mitte September in Ostrau offensichtlich unbeschadet überstanden, danach in Meisterschaft und Pokal drei Erfolge (darunter binnen acht Tagen zweimal 3:1 gegen Klinga-Ammelshain) aufs Parkett gelegt. Auch das Torverhältnis von 13:5 kann sich durchaus sehen lassen. Der momentane 4. Tabellenplatz mit 12 Punkten aus fünf Begegnungen (das Sportgerichtsurteil hinsichtlich der Partie beim SC Partheland steht noch aus) hält den Schwarz-Gelben alle Möglichkeiten in Richtung Spitzengruppe offen.

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Dagegen wären die Gäste von der Pleiße froh, wenn ihre Mitte August erlittene Pleite in Ostrau (zu mindestens hier haben die Kontrahenten etwas gemeinsam) das einzige Negativerlebnis der laufenden Saison geblieben wäre. Stattdessen haben die Böhlener ihre jüngsten drei Punktekämpfe allesamt in den Sand gesetzt (das Match in Frohburg ging aufgrund des Nichtantritts obendrein am grünen Tisch verlustig), die 2:7-Schlappe in der vergangenen Woche gegen Naunhof nach 0:6-Halbzeitrückstand war der Höhepunkt der Misere. Der mittlerweile vollzogene personelle Wechsel an der Seitenlinie (Spielertrainer Toni Röder trat zurück, mit Marco Hurt übernahm sein Assistent und Vorvorgänger) erzielte bei weitem noch nicht den gewünschten Effekt. Dabei ist die Situation im Klassement bereits jetzt alles andere als beschaulich für den ehemaligen DDR-Oberligisten.

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Rang 15, nur drei Zähler in sechs Spielen, vorne klemmt es (nur vier geschossene Treffer), hinten hapert es (16 Gegentore) – die Lage ist ernst. Und selbst die Bilanz der bisher knapp bemessenen Kreisoberliga-Duelle gegen die Döbelner verbreitet in den Reihen der Chemiker nicht unbedingt zusätzliche Hoffnung.


In der Serie 2019/2020 erlitt der SV an der Fichtestraße eine 1:6-Pleite, 20/21 gab es an der Jahnbaude ein schmales 2:2-Unentschieden, die jeweiligen Rückspiele fielen in die Corona-Pausen. Zwischen 1994 und 1997 kickten der DSC und Chemie gemeinsam in der Landesliga, damals hatten die Döbelner dreimal die Nase vorn. Der nächste Fingerzeig auf ein erwartungsgemäßes Ergebnis an diesem Wochenende?