12. Februar 2020 / 09:51 Uhr

Döbelner SC will einstellige Platzierung bestätigen

Döbelner SC will einstellige Platzierung bestätigen

Heiko Henschel
Leipziger Volkszeitung
Symbolbild
Stabilisierte Defensive und eine steigende Formkurve: Diesen Trend will der Döbelner SC fortgesetzen. © Imago/Schiffmann
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Fußball-Kreisoberliga: Der Döbelner SC geht nach einem desaströsem Start als Achter in die Rückrunde. Doch der DSC hat seine Defensive stabilisiert und will seine Konkurrenten hinter sich lassen.

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Döbeln. Irgendwann war er tatsächlich geplatzt, der berühmt-berüchtigte Knoten. Nämlich bei den Kreisoberliga-Fußballern des Döbelner SC, die nach dem Landesklasse-Abstieg auch eine Etage niedriger zunächst riesige Probleme bekamen und zweimal Tabellen-Schlusslicht waren. Wobei allerdings die aktuelle Mannschaft mit jener aus der Vorsaison nur wenige Gemeinsamkeiten aufweist. Die Anzahl der „Fahnenflüchtigen“ war im vergangenem Sommer ähnlich groß wie bei einem Profiteam, das seine Spielklasse nach unten verlässt. So gesehen ist der momentane achte Platz mittlerweile ein Grundstein, auf den sich aufbauen lässt.

Der vor dem laufenden Spieljahr aus der eigenen Nachwuchsabteilung in den Männerbereich gerückte Trainer Thomas Henschel, der mit Eric Hustig ein Gespann bildet – analysiert das bisherige Abschneiden seiner stark verjüngten Truppe messerscharf: „Die Anfangsschwierigkeiten waren insbesondere der Unerfahrenheit meiner Schützlinge geschuldet. Obendrein war die Verwertung der Tormöglichkeiten zunächst ein riesengroßes Manko. Außerdem haben die Jungs häufig zu offensiv agiert und den Rückwärtsgang nicht schnell genug eingelegt. Im Verlauf der ersten Halbserie haben wir uns jedoch defensiv stabilisiert, dann stimmte in etwa die Mischung. So konnten wir endlich zeigen, was wir auf dem Kasten haben.“

Teamgeist gestärkt

Alles Dinge, die den engagierten DSC-Coach für die Rückrunde optimistisch stimmen: „Wir sind völlig entspannt, wollen uns weiter verbessern und die momentan einstellige Platzierung bestätigen. Mal schauen, wie sich die Sache entwickelt. Wobei die Epoche des Neubeginns längst noch nicht komplett abgeschlossen ist.“ Was den Leistungsdruck auf die Kicker aus der Muldestadt zwar ein wenig abfedert, aber nicht gänzlich verhindern kann und soll.

Henschels Gedanken schweifen in diesem Zusammenhang zur schwierigsten Phase der Hinrunde: „Als wir die Rote Laterne hatten, war das wirklich keinem egal. Letztlich hat dieser Tiefpunkt die Mannschaft aber ein Stückchen weiter gebracht, so komisch es auch klingen mag. Der Teamgeist ist durch diese negative Erfahrung auf jeden Fall noch stärker geworden.“

Was in den jüngsten Wochen selbst bei einigen der Abwechslung dienenden Hallenturnieren zu erkennen war. Beim eigenen Regio-Cup in Döbeln wurde ebenso die Siegertrophäe gewonnen wie bei der Veranstaltung des SV Aufbau Waldheim. Beim BC Hartha reichte es für die Schwarz-Gelben immerhin zu Rang drei.

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Steigende Formkurve

Nach dem Trainingsauftakt im Freien wurden im heimischen Heinz-Gruner-Sportpark bereits zwei Testspiele ausgetragen. Den Auftakt stellte am 1. Februar das Lokalderby gegen den SV Traktor Mochau dar. Gegen den derzeitigen Fünften der Kreisliga A-Ost setzte es eine 2:5-Niederlage. Es folgte am vergangenen Sonntag das torreiche Aufeinandertreffen mit dem Lommatzscher SV. Gegen den Zehnten der Kreisoberliga Meißen mussten die Döbelner wie berichtet nach einer 4:1-Führung mit einem 4:4 zufrieden sein.

Am kommenden Sonnabend um 13 Uhr gibt der TSV Langhennersdorf (Zweiter der Kreisoberliga Mittelsachsen) seine Visitenkarte an der Fichtestraße ab. Am 22. Februar um 14 Uhr macht dann Wacker Dahlen (Zehnter der Kreisoberliga Nordsachsen) seine Aufwartung.

Am selben Tag steigt die Staffel-Konkurrenz schon wieder in die Punktekämpfe ein, doch der DSC hat seine Partie des 16. Spieltags gegen den VfB Leisnig bereits am 20. November absolviert und mit 3:1 gewonnen. Zu diesem Zeitpunkt wiesen die Döbelner schon eine steigende Formkurve nach. Ein Trend, der beim scharfen Start am 1. März um 15 Uhr beim SV Klinga-Ammelshain fortgesetzt werden soll. Übrigens mit lediglich leicht verändertem Personalaufgebot.

Konkurrenten hinter sich lassen

Als Zugang konnte mit Erwin Jentzsch vom SV Ostrau der nächste entwicklungsfähige Akteur begrüßt werden. Mit dem Einbau von drei weiteren A-Jugendlichen (Dominik Börno, Hans-Richard Jentzsch und Richard Leithold) wird zudem der Verjüngungsprozess fortgesetzt. Den DSC wieder verlassen hat der vor einem halben Jahr vom BC Hartha gekommene Schlussmann Joel Eigenwillig, der sich dem VfB Leisnig angeschlossen hat. Einer der Konkurrenten, den die Döbelner im Abschlussklassement mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln hinter sich lassen wollen. Es sollen so viele wie möglich sein. Platz acht ist nicht in Stein gemeißelt. Es ist noch Luft da. Nach oben.