16. Juli 2018 / 21:45 Uhr

Dodenhof-Cup: Habenhauser FV fertigt Komet Arsten ab

Dodenhof-Cup: Habenhauser FV fertigt Komet Arsten ab

Mario Nagel
Weser-Kurier
Dodenhof-Cup 2. Spieltag47
Pascal Nordmann (blau) und der Habenhauser FV feierten einen ungefährdeten Sieg. © Mats Vogt
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Im Nachbarschaftsderby führt der Bremen-Ligist bereits mit 5:0, ehe die Freund-Elf die Zügel schleifen lässt und noch zwei Gegentore hinnehmen muss

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Der Habenhauser FV hat sich drei Tage nach der 3:4-Auftaktniederlage gegen den BSC Hastedt eindrucksvoll beim Dodenhof-Cup zurückgemeldet. Der Bremen-Ligist gewann sein zweites Gruppenspiel gegen den TuS Komet Arsten mit 5:2 (3:0) und fügte dem Lokalrivalen damit auch eine empfindliche Niederlage zu. HFV-Trainer Wilco Freund war dementsprechend zufrieden. "Wir wollten an unsere Leistung aus der zweiten Halbzeit gegen Hastedt anknüpfen, das ist uns sehr gut gelungen. In den ersten 15 Minuten haben wir den Gegner zu vielen Fehlern gezwungen und es richtig gut gemacht, danach wollten wir dann etwas tiefer stehen, waren aber zu passiv".

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Bereits nach fünf Minuten hatte Tom Jahnke die Habenhauser in Führung gebracht. Der Stürmer lief einem Rückpass auf TuS-Keeper Robert Räpke nach, der den Angreifer ausspielen wollte, ihn dabei aber anschoss. Anschließend hatte Jahnke keine Mühe, den Ball aus wenigen Metern über die Linie zu drücken. Wenige Minuten später legte Dennis Boachie, vor der Saison erst aus Arsten zum Habenhauser FV gewechselt, mit einem satten Linksschuss das 2:0 nach, ehe Jens Hirsig, der ebenfalls eine Arster Vergangenheit hat, nach einem Konter auf 3:0 erhöhte (13.). "Das war unterirdisch, vor allem in der ersten Halbzeit", kritisierte Steffen Dieckermann seine Mannschaft. Bis zur Pause plätscherte das Spiel schließlich vor sich hin, weil sich die Habenhauser auf die Defensivarbeit beschränkten und den Arstern nicht viel einfiel.

Nach dem Seitenwechsel schien sich der Landesligist dann viel vorgenommen zu haben, wurde nach einem Konter aber erneut eiskalt erwischt. Florian Schiller nutzte eine flache Hereingabe aus kurzer Distanz zum 4:0 (55.). Nach etwas mehr als einer Stunde tauchte dann Luca Mauritz nach einem Steilpass frei vor Komet-Keeper Räpke auf und schob zum 5:0 ein. Wer nun ein endgültiges Debakel in diesem Lokalderby erwartete, wurde jedoch eines besseren belehrt. Die Habenhauser verpassten es nun wie schon im ersten Durchgang, den Ball und Gegner zu kontrollieren, und glänzten stattdessen mit Passivität. Diese nutzten Kevin Weerts (65.), der einen Abstauber mit dem Kopf verwertete, und Maik Ahlers (68.), der nach einem zu kurz geklärten Eckball per Distanzschuss traf, zur Ergebniskosmetik - 5:2.

"Die beiden Tore ärgern mich sehr, weil wir das vor dem Spiel und in der Pause besprochen hatten. Wir können nicht durchgängig Angriffspressing spielen, aber wenn wir uns etwas zurückziehen heißt das nicht, dass wir passiv sein wollen", fand Habenhausen-Coach Wilco Freund trotz des Kantersieges ein Haar in der Suppe. "Daran müssen wir noch arbeiten", so Freund weiter. Arsten-Trainer Steffen Dieckermann wusste das Spiel dagegen ebenfalls einzuordnen. "Das ist nur ein Vorbereitungsspiel gewesen, aber die Art und Weise wie wir gespielt haben, ärgert mich trotzdem. Man kann mal einen schlechten Tag haben, aber die Einstellung muss immer stimmen. Und das war heute nicht der Fall". Für den Habenhauser FV geht es am Freitag mit dem letzten Gruppenspiel gegen den VfL 07 Bremen weiter, der TuS Komet Arsten trifft schon am Donnerstag auf den BSC Hastedt.