15. Juli 2022 / 21:53 Uhr

Domino-Effekt beim FC Bayern: Transfer von de Ligt hängt an Lewandowski-Verkauf

Domino-Effekt beim FC Bayern: Transfer von de Ligt hängt an Lewandowski-Verkauf

Patrick Strasser
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Beim FC Bayern könnte es mit Robert Lewandowski und Matthijs de Ligt zu einer Personal-Rochade kommen.
Beim FC Bayern könnte es mit Robert Lewandowski und Matthijs de Ligt zu einer Personal-Rochade kommen. © Getty Images/IMAGO/Revierfoto (Montage)
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Vieles hängt von Robert Lewandowski ab: Verlässt der Weltfußballer den FC Bayern München, steht die Tür für weitere Transfers des Rekordmeisters offen – allen voran Innenverteidiger Matthijs de Ligt. Es könnte zu einem Domino-Effekt kommen.

Matthijs de Ligt will zum FC Bayern München, so viel ist klar. Und auch die Verantwortlichen des Rekordmeisters haben ein großes Interesse daran, den 22 Jahre alten Innenverteidiger von Juventus Turin möglichst so früh zu verpflichten, dass der Niederländer noch vor Saisonstart die Abläufe in der Defensive unter Trainer Julian Nagelsmann kennenlernt. Doch wie schnell der Nationalspieler wirklich zum FCB wechselt, liegt derzeit nicht etwa nur am Verhandlungsgeschick der beiden Parteien, sondern im Wesentlichen an einer Personalie: Robert Lewandowski.

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Der amtierende Weltfußballer hat das Potenzial, mit seinem Wechsel zum FC Barcelona ein Transfer-Domino beim deutschen Serienmeister auszulösen – und genau deshalb gerät jetzt richtig Bewegung in den Transfer-Poker um den polnischen Super-Stürmer. Die Bayern-Bosse um Sportvorstand Hasan Salihamidzic und Vorstandsboss Oliver Kahn wollen nach SPORTBUZZER-Informationen erst den Lewandowski-Transfer zu den Katalanen fixieren, um die Ablöse in Höhe von circa 50 Millionen Euro plus etwaiger Bonuszahlungen dann in de Ligt reinvestieren zu können. Zudem soll laut Medienberichten ein Transfer von RB-Leipzig-Profi Konrad Laimer weiter ein Thema an der Säbener Straße sein. Mit einer ersten Offerte von 20 Millionen Euro sollen die Bayern beim Pokalsieger aber abgeblitzt sein.

Juventus fordert für die dringend benötigte Abwehr-Verstärkung de Ligt dem Vernehmen nach mehr als 70 Millionen Euro. Mit dem frischen Lewandowski-Geld im Gepäck ließe sich auch ein so kostspieliger Transfer wie der des Niederländers beim sonst stets ökonomisch agierenden FCB besser verkaufen, intern wie extern. Für eine Ablöse in einer Größenordnung wie der von de Ligt muss ohnehin der Bayern-Aufsichtsrat seine Zustimmung geben – was dieser sicherlich eher tut, wenn die Lewandowski-Millionen schon sicher sind. Für gewöhnlich tagt der Aufsichtsrat montags, möglicherweise muss er also schon an diesem Montag den Top-Transfer absegnen.

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"Mir war es wichtig, dass wir uns mit den Verantwortlichen Arrivabene, Cherubini und Pawel Nedved an einen Tisch zusammengesetzt haben. Ich war als Spieler vier Jahre da, habe ein gutes Verhältnis zum Klub", sagte Salihamidzic gegenüber der Bild zu seinem Treffen am Wochenanfang mit den Juve-Bossen: "Wir haben zwei Gespräche geführt, jetzt müssen wir uns gedulden und schauen, was passiert."

Was passiert? Aus Bayern-Sicht hoffentlich ein Lewandowski-Transfer zum Domino-Anstoß. Nach SPORTBUZZER-Informationen wird der Weltfußballer nicht an der Team-Präsentation des FC Bayern am Samstag in der Allianz-Arena teilnehmen und auch beim am Montag beginnenden USA-Trip der Münchner fehlen. Grund: Am Freitag ist wohl ein viertes Angebot der Katalanen für den Stürmer bei den Bayern eingetroffen, das dem deutschen Rekordmeister akzeptabel erscheint.

Am Freitag war Le­wan­dows­ki – wie schon an den beiden Tagen zuvor – mit Verspätung zum Bayern-Training erschienen. In Barcelona ist man derweil optimistisch, den Deal noch an diesem Wochenende offiziell abschließen zu können. Im Vertragswerk seien nur noch Kleinigkeiten zu klären, ist aus der katalanischen Me­tro­po­le zu hören. Und wenn die geklärt werden, wird es auch um de Ligt und möglicherweise Laimer heiß.