24. Januar 2023 / 14:00 Uhr

Nach Doping-Verdacht bei HSV-Profi Vuskovic: DFB-Sportgericht setzt zwei Verhandlungstermine an

Nach Doping-Verdacht bei HSV-Profi Vuskovic: DFB-Sportgericht setzt zwei Verhandlungstermine an

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
HSV-Profi Mario Vuskovic wurde vom DFB vorläufig gesperrt.
HSV-Profi Mario Vuskovic wurde vom DFB vorläufig gesperrt. © Getty
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Mario Vuskovic ist derzeit wegen einer positiven Doping-Probe gesperrt. Wie das DFB-Sportgericht nun bekanntgab, wird es im Februar zwei Termine für mündliche Verhandlungen geben. Der Abwehrspieler des HSV beteuert offenbar seine Unschuld.

Das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) hat zwei Termine für eine mündliche Verhandlung im Verfahren gegen den unter Dopingverdacht stehenden HSV-Profi Mario Vuskovic angesetzt. Wie der DFB am Dienstag bekannt gab, wird am 3. und 9. Februar in Frankfurt am Main gegen den Spieler des Hamburger Zweitligisten verhandelt.

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Bei einer am 16. September 2022 vorgenommenen Dopingkontrolle war bei dem 21 Jahre alten Abwehrspieler des HSV körperfremdes Erythropoetin (EPO) nachgewiesen worden. Die B-Probe im Dezember hatte das positive Ergebnis bestätigt. Eine Stellungnahme zu den Vorwürfen hatte der Kroate in der vergangenen Woche beim DFB abgegeben und offenbar seine Unschuld beteuert.

Das DFB-Sportgericht sperrte Vuskovic vom 15. November an im Rahmen einer einstweiligen Verfügung bis auf Weiteres. Er muss sich alleine fit halten. Im schlimmsten Fall muss er mit einer Sperre von vier Jahren rechnen. Vuskovic war im Sommer 2021 von Hajduk Split zum HSV gewechselt. In dieser Saison eroberte er sich einen Stammplatz in der Innenverteidigung. In 16 von 17 Hinrundenspielen kam der 14-malige U21-Nationalspieler Kroatiens zum Einsatz.

HSV-Boss Boldt kritisiert NADA

HSV-Sportvorstand Jonas Boldt hatte sich in dem Fall jüngst kritisch zum Vorgehen der Nationalen Anti-Doping-Agentur NADA geäußert. "Wenn man das ganze Prozedere sieht, wirft das schon viele, viele Fragen auf", sagte Boldt Anfang Januar nach dem Testspiel der Norddeutschen beim 1. FC Köln. Mit Blick auf die NADA, die den Dopingfall begleitet, fügte der 40-Jährige bei MagentaTV hinzu: "Da finde ich, dass wir auch ein bisschen alleine gelassen werden von der NADA. Wir sind bereit, das alles aufzuklären, aber die Kooperation von der anderen Seite lässt doch zu wünschen übrig." Die NADA wehrte sich gegen die Vorwürfe und sprach davon, "keine Verfahrenspartei" zu sein.

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