08. März 2019 / 20:30 Uhr

Doppel-Rot für Ingolstadt: Union Berlin gewinnt Duell mit Ex-Coach Keller

Doppel-Rot für Ingolstadt: Union Berlin gewinnt Duell mit Ex-Coach Keller

dpa
Almog Cohen (3.v.l.) wurde nach diesem Handgemenge des Feldes verwiesen. Wenig zuvor griff er Akaki Gogia ans Trikot.
Almog Cohen (3.v.l.) wurde nach diesem Handgemenge des Feldes verwiesen. Wenig zuvor griff er Akaki Gogia ans Trikot. © Andreas Gora/dpa
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2. Bundesliga: Der 1. FC Union Berlin besiegte den FC Ingolstadt am Freitagabend mit 2:0.

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Mit einem Sieg im brisanten Duell gegen Ex-Coach Jens Keller hat Fußball-Zweitligist 1. FC Union Berlin die Konkurrenz im Aufstiegsrennen unter Druck gesetzt. Die Köpenicker bezwangen den FC Ingolstadt am Freitagabend mit einem schmeichelhaften 2:0 (1:0) und verschärften die Abstiegssorgen bei den Gästen.

Den entscheidenden Treffer erzielte Stürmer Sebastian Andersson in der 43. Minute mit einem umstrittenen Foulelfmeter. Der frühere Kapitän Felix Kroos war nach einer Grätsche von Paulo Otávio Rosa da Silva zu Fall gekommen. Akaki Gogia sorgte für die Entscheidung (79.). Ingolstadts Coach Keller hatte Union von Sommer 2016 bis Dezember 2017 trainiert, der Club hatte sich trotz Tabellenplatz vier überraschend von ihm getrennt.

Union Berlin verschläft Anfangsphase

Mit dem sechsten Sieg aus den vergangenen sieben Heimspielen schob sich Union zumindest bis Sonntag auf den zweiten Platz vor den Hamburger SV und liegt vorerst nur einen Zähler hinter Tabellenführer 1. FC Köln. Ingolstadt bleibt nach der dritten unglücklichen Niederlage nacheinander gegen einen Aufstiegskandidaten in der Abstiegszone. Die Schanzer vergaben vor allem in der ersten Hälfte reichlich Chancen und beendeten die Partie nach der Roten Karte für Almog Cohen (65.) und Gelb-Rot für Robin Krauße (75.) nur zu neunt.

Union Berlin verschlief die Anfangsphase der Partie völlig, die Gäste dominierten und erspielten sich die ersten beiden Torchancen. Thomas Pledl war nach starkem Pass von Sonny Kittel frei durch, scheiterte aber an Union-Keeper Rafal Gikiewicz (8.).

FC Ingolstadt bietet Union Paroli

Nach gut zehn Minuten zeigten auch die Berliner erste Ansätze vor dem gegnerischen Tor, es fehlte aber zunächst die Präzision. Viel lief bei den Köpenickern noch nicht zusammen, gerade die Offensive war noch überhaupt nicht im Spiel angekommen. Und die abstiegsgefährdeten Ingolstädter spielten weiter mutig nach vorne. Ein Schuss von Kapitän Cohen nach einem Freistoß rauschte über das Union-Tor (17.).

Die Gastgeber wurden in der Folgezeit wenn überhaupt vor allem durch Standardsituationen gefährlich, Ingolstadt spielte beim klaren Favoriten weiter munter mit. Ein Freistoß von Kapitän Christopher Trimmel war sichere Beute für Gäste-Torhüter Philipp Tschauner (20.). Darío Lezcano schoss per Drehschuss aus sechs Metern drüber (41.).

Harald Gärtner: "Es ist einfach unglaublich"

Doch im Gegenzug kam Union plötzlich gefährlich vor das Tor der Gäste - und Schiedsrichter Robert Kampka entschied zum Entsetzen von Ingolstadt auf Elfmeter. Andersson ließ sich die Gelegenheit nicht nehmen und verwandelte souverän. „Es ist einfach unglaublich, weil uns das letzte Woche auch schon passiert ist. Er nimmt es dankbar an und fädelt ein“, klagte FCI-Geschäftsführer Harald Gärtner. „Wenn du unten drin stehst und Punkte brauchst, dann tut das weh.“ 1:12 hieß es aus Sicht von Union zur Pause nach Torschüssen - aber 1:0 nach Treffern.

In der zweiten Hälfte zeigten sich die Berliner verbessert, Grischa Prömels Versuch wurde von Tschauner entschärft (58.). Die Gäste drängten jedoch weiter, schwächten sich jedoch selbst. Nach einer Tätlichkeit an Gogia musste zunächst Cohen mit Rot runter, wenig später sah Krauße nach einem Tritt ins Gesicht von Kroos Gelb-Rot. Der starke Gogia ließ Union endgültig befreit jubeln.

In Bildern: Die Marktwerte vom 1. FC Union Berlin (Stand: 11. Januar 2019). Quelle: transfermarkt.de.

Grischa Prömel zählt beim 1. FC Union Berlin zu den Marktwert-Gewinnern. Zur Galerie
Grischa Prömel zählt beim 1. FC Union Berlin zu den Marktwert-Gewinnern. ©
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