26. August 2018 / 21:10 Uhr

Doppelcomeback in Dortmund : Favre und Rangnick sind zurück in der Liga

Doppelcomeback in Dortmund : Favre und Rangnick sind zurück in der Liga

Anne Grimm
Leipziger Volkszeitung
during the Bundesliga match between Borussia Dortmund and RB Leipzig at Signal Iduna Park on August 26, 2018 in Dortmund, Germany.
Lucien Favre und Ralf Rangnick kehrten am Sonntag nach mehrjähriger Abstinenz in die Bundesliga zurück. © Getty Images / Montage
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Im Duell zwischen dem BVB und RB Leipzig feierten die beiden 60-Jährigen ihren Wiedereinstand im deutschen Fußball-Oberhaus. Die Gefühle im Anschluss waren allerdings recht gemischt.

Dortmund. Als Borussia Dortmund und RB Leipzig am Sonntagabend um 17:56 Uhr den Rasen im Signal Iduna Park betraten, begann für zwei alte Hasen im Bundesligageschäft eine neue Ära. Sieben Jahre war es her, das Ralf Rangnick als Trainer bei einem Spiel im Fußball-Oberhaus auf der Bank saß – zuletzt im September 2011 bei Schalke.

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Dortmunds Axel Witsel im Duell mit RB Leipzigs Emil Forsberg  Zur Galerie
Dortmunds Axel Witsel im Duell mit RB Leipzigs Emil Forsberg  ©

Sein Comeback bei der 1:4-Niederlage gegen den BVB war ein seltsames: „Komisches Gefühl, wenn man das Spiel live erlebt hat und dann auf die Anzeigetafel schaut. Ich kann mich nicht erinnern, dass ich in den letzten Jahren schon mal so ein groteskes Spiel erlebt habe. Wir haben uns um den Lohn eines richtig guten Auftritts gebracht. Auch wenn´s schwer fällt, müssen wir am Ende das Ergebnis ein bisschen ausblenden“, sagte RB-Trainer Rangnick.

Er hatte sich in Schale geworfen, anders als in der Euro-League-Quali und im Pokal, wo er noch mit Shirt und kurzen Hosen auftrat, trug er zum Bundesligastart einen grauen Pullover und ein weißes Hemd darunter. In den kommenden Monaten will er für seinen Nachfolger Julian Nagelsmann die Teilnahme an der Königsklasse sichern – das Outfit passte.

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Sein Gegenüber Lucien Favre, sportlich im schwarzen Polo, stand nach dem frühen BVB-Rückstand ununterbrochen in der Coachingzone, gestikulierte wild. „Sie waren besser als wir, sie waren schneller, besser in den Zweikämpfen. Da haben wir Mühe gehabt. Vor allem in den ersten 25 Minuten“, sagte der Schweizer. Er soll bei den Schwarz-Gelben langfristig wieder für bessere Zeiten sorgen. Drei Jahre war sein letzter Auftritt in der Bundesliga her, damals noch als Chef der Gladbacher.

Die beiden 60-Jährigen, ähnliche Statur, viel Erfahrung, einte das Auf und Ab der Gefühle, in diesem temporeichen Spiel. Rangnick wurde nach dem Ausgleich aktiver an der Seitenlinie. Immer wieder nahm er Rücksprache mit seinen beiden Assistenten Jesse Marsch und Robert Klauß. Es half nichts – 1:3-Rückstand zur Pause.

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Lukas Klostermann (RB Leipzig): „Wir haben in der zweiten Halbzeit alles versucht: Wir hatten uns vorgenommen, besser zu verteidigen, Druck zu machen und mutig zu bleiben. Es war ein sehr intensives Spiel. Leider haben wir uns für den Aufwand, den wir betrieben haben, nicht belohnt.“ Zur Galerie
Lukas Klostermann (RB Leipzig): „Wir haben in der zweiten Halbzeit alles versucht: Wir hatten uns vorgenommen, besser zu verteidigen, Druck zu machen und mutig zu bleiben. Es war ein sehr intensives Spiel. Leider haben wir uns für den Aufwand, den wir betrieben haben, nicht belohnt.“ ©

Im zweiten Durchgang nahm sich Rangnick seinen Aktivposten Kevin Kampl und den eingewechselten Timo Werner für kurze Anweisungen zur Seite. Die Leipziger konnten die Partie trotz großem Aufwand nicht mehr wenden. Im siebenten Pflichtspiel der Saison stand für Rangnick die erste Niederlage.