20. Februar 2022 / 17:23 Uhr

Doppelpacker Lewandowski wendet Blamage ab: FC Bayern dreht Spiel gegen Greuther Fürth

Doppelpacker Lewandowski wendet Blamage ab: FC Bayern dreht Spiel gegen Greuther Fürth

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Der FC Bayern München setzte sich gegen Schlusslicht Greuther Fürth nach Rückstand durch.
Der FC Bayern München setzte sich gegen Schlusslicht Greuther Fürth nach Rückstand durch. © IMAGO/Eibner/Getty (Montage)
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Der FC Bayern München hat den dritten Dämpfer binnen acht Tagen abgewendet. Gegen Schlusslicht Greuther Fürth drehte der deutsche Rekordmeister am Sonntag einen Rückstand zum Sieg. Damit manifestiert der FCB die Tabellenführung in der Bundesliga vor Verfolger Borussia Dortmund.

Das war ein hartes Stück Arbeit: Nach zwei sieglosen Spielen in Folge hat der FC Bayern im Heimspiel gegen die SpVgg Greuther Fürth am Sonntagnachmittag die nächste Bundesliga-Blamage abgewendet und nach Halbzeitrückstand gegen den Tabellenletzten noch mit 4:1 (0:1) gewonnen. Branimir Hrgota (42.) brachte die überraschend freche Elf von Trainer Stefan Leitl per abgefälschtem Freistoß sensationell in Führung, Robert Lewandowski (46., 82.), Sebastian Griesbeck per Eigentor (61.) und Eric Maxim Choupo-Moting (90.+1) drehten die Partie aber zugunsten des Tabellenführers, der den BVB (siegte mit 6:0 gegen Borussia Mönchengladbach) weiter auf Distanz hält. Aufsteiger Fürth bleibt trotz der couragierten Leistung mit weiterhin neun Punkten Rückstand auf den Relegationsplatz Liga-Schlusslicht.

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Bayern-Trainer Julian Nagelsmann baute die Startelf des FCB gegen das Schlusslicht etwas großflächiger um. Vier Tage nach dem 1:1 in der Champions League gegen RB Salzburg und eine Woche nach dem peinlichen 2:4 beim VfL Bochum kamen Dayot Upamecano, Omar Richards und Marcel Sabitzer neu in die Startelf. Niklas Süle und Serge Gnabry mussten dafür zunächst auf die Bank, Kingsley Coman gehörte wegen muskulärer Probleme nicht zum Kader. Der Franzose hatte in Salzburg einen Schlag auf die Wade bekommen. "Natürlich erwarten wir einen Sieg. Wie klar der ausfällt? Wir spielen immer noch gegen einen Gegner. Das Ergebnis aus Bochum ist allein Verpflichtung genug, ein anderes zu erzielen", sagte Nagelsmann vor dem Spiel bei DAZN.

Doch was seine Mannschaft den 25.000 Fans in der Allianz Arena in der ersten Halbzeit anbot, gefiel ihm überhaupt nicht. Magere zwei Torschüsse gaben die Bayern gegen defensiv kompakt stehende Fürther in den ersten 45 Minuten ab – und die eigene Abwehr blieb trotz des neuen Personals löchrig. Die beste Chance der Anfangsphase hatten sogar die Gäste: Nach einem zu kurzen Rückpass von Lucas Hernandez stürmte U21-Nationalspieler Jamie Leweling frei auf Sven Ulreich zu. Der Neuer-Vertreter rettete mit einer starken Parade (11.). Ein mögliches Tor wäre wegen eines vermeintlichen Fouls Lewelings wohl nochmal überprüft worden.

Nächster Schock für München dann in der 21. Minute: Nach einem Foul von Paul Seguin verletzte sich Corentin Tolisso wohl schwerer und musste wenig später wegen seiner Schmerzen durch Gnabry ersetzt werden. Die schlechten Nachrichten für den Rekordmeister hörten nicht auf: Trotz deutlich mehr Ballbesitz gerieten die Gastgeber kurz vor Pausenpfiff sogar in Rückstand. Einen Freistoß von Hrgota fälschte Sabitzer mit dem Knie unhaltbar ins eigene Tor ab (42.). Als Schiedsrichter Robert Hartmann zur Pause pfiff, verhehlten die FCB-Fans ihren Unmut über die äußerst schwache Vorstellung ihrer Mannschaft nicht.

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Auch in der Kabine dürfte es ein Donnerwetter gegeben haben, denn der FC Bayern kam deutlich verbessert aus der Pause zurück: Nach Vorlage des eingewechselten Choupo-Moting war Lewandowski aus kurzer Distanz zur Stelle (46.) und netzte ein. Die Fürther schalteten schon ab, weil sie dachten, dass sich der Ball vor dem Pass im Toraus befunden habe. Doch Hartmann gab nach Beratung mit dem VAR den Treffer. Jetzt rollte die Bayern-Maschinerie plötzlich wieder: Die Münchner machten Druck – und kamen wenig später zum Führungstreffer. Doch es war ein Fürther, der die Weichen auf Bayern-Sieg stellte: Sebastian Griesbeck traf nach einer scharfen Hereingabe von Thomas Müller mit dem Schienbein selbst ins Tor (61.).

Wer jetzt dachte, dass der FCB den Sieg sicher und souverän nach Hause bringen würde, irrte sich. Fürth bäumte sich nochmal auf. Doch zweimal war das Aluminium nicht der Freund des frechen Aufsteigers. Erst streifte ein Distanzschuss von Max Christiansen den Außenpfosten (67.), diesen traf auch Marco Meyerhöfer im Strafraum der Münchner aus spitzem Winkel (71.). Am Ende gelang es dem FC Bayern dann doch, die Partie zu entscheiden: Mit seinem Kopfball nach Süle-Verlängerung machte Lewandowski alles klar (82.). Joker Choupo-Moting erhöhte in der Schlussminute sogar noch und setzte mit dem 4:1 den Schlusspunkt (90.+1).

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