14. März 2019 / 18:07 Uhr

Doppelrolle für Jonas Elke: "Man beurteilt Spielszenen komplett anders"

Doppelrolle für Jonas Elke: "Man beurteilt Spielszenen komplett anders"

Mirko Jablonowski
Märkische Allgemeine Zeitung
Jonas Elke (Nummer 24) ist mit sieben Treffern erfolgreichster Torschütze der Potsdamer Kickers.
Jonas Elke (Nummer 24) ist mit sieben Treffern erfolgreichster Torschütze der Potsdamer Kickers. © Benjamin Feller
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Landesklasse West: Der 19-Jährige steht für die Potsdamer Kickers als Spieler und Schiedsrichter auf dem Platz.

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Bei Jonas Elke steht das anstehende Wochenende einmal mehr komplett im Zeichen des Fußballs: Am Freitagabend ist er als Fan beim Zweitliga-Gastspiel seines Herzensvereins 1. FC Union Berlin beim 1. FC Heidenheim. Am Samstagnachmittag (15 Uhr, Kunstrasenplatz Luftschiffhafen) steht er mit seinen Teamkollegen der Potsdamer Kickers gegen Eintracht Alt Ruppin als Spieler auf dem Platz. Am Sonntag ist er dann als Schiedsrichter in Lehnin gleich in zwei Spielen gefordert.

„Ich bin ja noch jung und werde diese Mehrfachbelastung durchziehen, solange ich Spaß daran habe. Aktuell ist das der Fall“, sagt das 19-jährige Eigengewächs der Nordpotsdamer. Vor 15 Jahren hat er an der Kirschallee mit dem Kicken begonnen und dem aktuellen Tabellendritten der Landesklasse West seitdem die Treue gehalten.

In Bildern: Die Top-Elf des 18. Spieltages in der Landesklasse West

Wir präsentieren die Elf der Woche des 18. Spieltages der Landesklasse West. Zur Galerie
Wir präsentieren die Elf der Woche des 18. Spieltages der Landesklasse West. ©
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„Ich habe hier mit Thomas Welskopf einen sehr guten Trainer, der mich fußballerisch weiterbringt. Zudem sind wir hier wie eine große Familie, sodass ich keinerlei Wechselabsichten hege“, bekräftigt Elke, der mit sieben Treffern die interne Torschützenliste bei den Kickers anführt und eine Ausbildung zur Fachkraft für Lagerlogistik absolviert.

„Zudem hoffe ich schon, dass wir in den kommenden Jahren mit unserer jungen Mannschaft vielleicht mal wieder an der Tür zur Landesliga anklopfen können. In dieser Saison läuft es nach dem Trainerwechsel ja schon sehr ordentlich.“ Mit Alt Ruppin erwartet er am Samstag einen „spielstarken Gegner, mit sehr schnellen Außen“, der bislang eine gute Saison spielt und auf Rang sieben der Tabelle liegt.

Seit fünf Jahren ist der schlaksige Außenspieler zudem als Schiedsrichter aktiv. „Ich wurde damals vom Verein angesprochen, habe den Lehrgang mit einem Kumpel absolviert und hatte sofort Gefallen an dieser Aufgabe.“

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In der 1. Kreisklasse leitet er selbst Spiele, in der Kreisoberliga steht er an der Linie. Nicht selten stehen so an einem Sonntag gleich zwei Partien auf dem Programm. So wie am Sonntag, wenn er erst das Heimspiel von Kloster Lehnin II gegen die SpG SV Ziesar 31/MSV Glienecke 76 II (2. Kreisklasse B) pfeift und im Anschluss beim Duell der ersten Lehniner Mannschaft in der Kreisliga gegen die SG Michendorf II an der Linie steht. Ob man durch diese Doppelrolle die Entscheidungen der Unparteiischen auf dem Platz immer nachvollziehen kann?

„Auf gar keinen Fall“, wirft Jonas Elke mit einem Schmunzeln ein. „Man beurteilt Spielszenen als Aktiver komplett anders. Ich selbst habe in dieser Saison bereit sechs Gelbe Karten gesammelt – allerdings keine wegen Meckerns“, sagt er augenzwinkernd. Für welche Perspektive er sich im Fall der Fälle entscheiden würde, steht für den Blondschopf ebenfalls fest.

„Mir machen beide Aufgaben sehr viel Spaß. Die Priorität liegt aber klar auf der eigenen Laufbahn. Ich spiele mein ganzes Leben lang Fußball und würde das nicht aufgeben“, bekräftigt der Kicker mit der Rückennummer 24, die er sich wegen Ex-Unioner Steven Skrzybski ausgewählt hat. „Er ist ein Vorbild an Leidenschaft und Wille. Er gibt keinen Ball verloren und gibt nie auf.“

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