10. März 2021 / 15:51 Uhr

Doppelschlag vor der Pause: Wolfsburgs Frauen stehen im Champions-League-Viertelfinale

Doppelschlag vor der Pause: Wolfsburgs Frauen stehen im Champions-League-Viertelfinale

Jasmina Schweimler
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Sieg gegen Lilleström: Pia-Sophie Wolter (M.) war am ersten VfL-Treffer maßgeblich beteiligt.
Sieg gegen Lilleström: Pia-Sophie Wolter (M.) war am ersten VfL-Treffer maßgeblich beteiligt. © vfl
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Das Viertelfinale der Champions League ist erreicht! Die Weichen waren gestellt, auch im Rückspiel gegen Lilleström SK ließ Frauenfußball-Bundesligist VfL Wolfsburg nichts anbrennen und gewann gegen Lilleström SK mit 2:0. Am Freitag wird das Viertelfinale ausgelost.

Viertelfinal-Ticket gelöst: Die Fußballerinnen des VfL Wolfsburg sind in die nächste Runde der Champions League eingezogen. Nach dem 2:0-Erfolg im Achtelfinal-Hinspiel gelang den Wolfsburgerinnen im Rückspiel gegen Lilleström SK ebenfalls ein 2:0 (2:0). Die Tore erzielten Ingrid Engen und Ina Gausdal (Eigentor). Da in Norwegen Einreisen von Sportteams wegen der strengen Corona-Bestimmungen nicht möglich sind, fand die Partie im ungarischen Györ statt.

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Wolfsburgs Trainer Stephan Lerch änderte seine Elf im Vergleich zum 4:0-Erfolg gegen den SV Meppen vergangenen Sonntag auf einigen Positionen. Joelle Wedemeyer, Lena Goeßling, Karina Saevik und Sofie Svava rückten für Kathrin Hendrich, Dominique Janssen, Fridolina Rolfö und Rebecka Blomqvist in die Startelf. Für Winter-Neuzugang Svava war es das Startelf-Debüt im VfL-Dress, zuvor war die Dänin nur zu Kurzeinsätzen gekommen.

Die Zwei-Tore-Führung aus dem Hinspiel schmeichelte dem VfL - und machte den Norwegerinnen Hoffnung. Wie schon im Hinspiel zeigte sich der LSK zu Beginn giftig und lauerte auf eine mögliche Chance. Näher dran an einem Tor waren aber die Gäste aus Wolfsburg. Erst parierte Lilleström-Torfrau Ida Norstrom nach rund 15 Minuten einen strammen Schuss von Ex-LSK-Spielerin Engen, dann segelte eine Direktabnahme von Popp nach Flanke von Wedemeyer knapp rechts am Tor vorbei. Es war lange eine kampfbetonte Partie, beide Mannschaften suchten den Weg in den gegnerischen Strafraum. Dann schlug der VfL kurz vor der Pause eiskalt gleich doppelt zu! Die völlig frei stehende Wolter köpfte die Kugel nach Flanke von Felicitas Rauch aufs Tor (43.), die Knieabwehr von Norstrom missglückte, Ina Gausdals Klärungsversuch war drin - 1:0! Nur wenige Minuten später zog Engen im Strafraum unbedrängt einfach mal ab und erhöhte mit dem Pausenpfiff zum wichtigen 2:0, die Partie war somit vorzeitig entschieden.

Auch im zweiten Durchgang gaben die Wolfsburgerinnen den Ton an, agierten mit viel Ballbesitz und kombinierten sich vielversprechend in den gegnerischen Strafraum. Die eingewechselte Lotta Cordes hatte in der 75. Minute das dritte Tor auf dem Fuß, doch der VfL konnte sich für seinen enormen Aufwand nicht mehr belohnen.

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Die Auslosungen der Viertel- und Halbfinals findet am 12. März in Nyon statt. Die Viertelfinalauslosung findet ohne Restriktionen statt. Es könnte also zum Deutschen-Duell mit dem FC Bayern kommen, oder aber im schwierigsten Fall ein frühzeitiges Wiedersehen mit Titelverteidiger Olympique Lyon geben. Mit dem FC Chelsea, Manchester City, Paris Saint-Germain und FC Barcelona gäbe es noch weitere, schwierige Lose. Die Viertelfinals sind für den 23./24. März und 31. März/1. April angesetzt.

LSK: Norstrom - Gausdal, Vanhaevermaet, Brenn - Dahlström (90. Luthcke), Lie, Bachor (72. Kyvag), Woldvik, Haavi - Haug, Linberg (82. Christensen).

VfL: Kiedrzynek - Wedemeyer (81. Blässe), Goeßling, Doorsoun (69. Janssen), Rauch (46. Jakabfi) - Popp (46. Cordes), Engen - Wolter, Huth (59. Pajor), Svava - Saevik.

Tore: 0:1 (43.) Gausdal (Eigentor), 0:2 (45.+1) Engen.

Schiedsrichterin: Bastos (Portugal).

(Anm.: In einer früheren Fassung war Pia Wolter die Torschützin zum 1:0. Die UEFA korrigierte den Treffer später zu einem Eigentor von Gausdal).

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