17. Februar 2018 / 18:46 Uhr

Doppelt bitter: Maximilian Arnold ist beim Abstiegskrimi in Mainz gesperrt

Doppelt bitter: Maximilian Arnold ist beim Abstiegskrimi in Mainz gesperrt

Andreas Pahlmann
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
<b>Maxi Arnold:</b> Extrem formverbessert, griffig und giftig im Zweikampf – handelte sich aber leider eine überflüssige Gelbe Karte ein und fehlt in Mainz gesperrt. Note 2.
Wird seiner Mannschaft im wichtigen Spiel gegen Mainz 05 fehlen: Maxi Arnold. © dpa
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Für einen Spieler des VfL Wolfsburg war die Niederlage gegen Bayern besonders bitter: Maximilian Arnold sah die fünfte Gelbe Karte, ist beim wichtigen Auswärtsspiel am Freitag in Manz gesperrt.

„Ich weiß nicht, ob das wirklich Ballwegkicken war“, meinte Arnold zu der Szene in der 80. Minute, als ihm Schiri Sascha Stegemann wegen Spielverzögerung Gelb zeigte. Ohnehin seien „einige Entscheidungen dabei gewesen, über die man noch einmal nachdenken könnte...“. Die entscheidende Szene war allerdings unstrittig – VfL-Youngster Gian-Luca Itter hatte Arjen Robben kurz vor Schluss im Strafraum gehalten, den fälligen Elfmeter verwandelte Robert Lewandowski zum Bayern-Sieg. Arnold: „Kann passieren, der Junge ist 19 Jahre alt. Er hat trotzdem ein sehr, sehr gutes Spiel gemacht. Klar muss er in der Szene den Arm einfach weglassen – aber ich möchte einen 19-Jährigen sehen, der Robben über 90 Minuten so in Schach hält. Wir verlieren zusammen, wir machen Fehler zusammen, wir gewinnen zusammen.“

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Das sind die Bilder zur Partie FC Bayern München gegen VfL Wolfsburg.

Torschütze Daniel Didavi (links) jubelt mit Renato Steffen. Zur Galerie
Torschütze Daniel Didavi (links) jubelt mit Renato Steffen. ©

​Punkt wäre verdient


So blieb dem VfL am Ende nach einer defensiv starken Leistung kein Ertrag. „Wir hätten heute einen Punkt vielleicht verdient gehabt“, so Arnold, nach der Pause habe allerdings auch etwas die Entlastung gefehlt. „So konnten wir nicht durchschnaufen, mussten immer nur zurück, zurück, zurück.“ Positiv aber: „Kampf, Leidenschaft, Wille“ haben gestimmt, „und das war das, was wir uns vorgenommen hatten, was die Fans sehen wollten. Das war da.“

Die Wölfe in Noten: So waren die VfL-Profis gegen den FC Bayern München in Form

<b>Koen Casteels:</b> So viel Arbeit hatte der Torhüter schon lange nicht mehr, der Belgier glänzte nicht nur beim gehaltenen Elfmeter gegen Robben. Beim Gegentor war die Nummer 1 machtlos. - Note 2 Zur Galerie
Koen Casteels: So viel Arbeit hatte der Torhüter schon lange nicht mehr, der Belgier glänzte nicht nur beim gehaltenen Elfmeter gegen Robben. Beim Gegentor war die Nummer 1 machtlos. - Note 2 ©

"Ein Stück weit verdient"

Dass ein Teil der Fans in der Nordkurve erst nach 19 Minuten und 45 Minuten ins Stadion kam, um gegen die schwachen Leistungen der letzten Wochen zu protestieren, sei verständlich. Diesen Stimmungsboykott hatten „wir uns auch ein Stück weit verdient“, fand Arnold. Im Laufe des Spiels gegen die Bayern „war das Stadion dann auch wieder da.“ Das Engagement der Mannschaft habe diesmal gestimmt, „und wenn man sich reinkämpft, dann kommt das Fußballspielen von alleine.“

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Dass das Team jetzt in Mainz ohne ihn auskommen muss,ist bitter. Trainer Martin Schmidt. "Bei acht oder neuen verletzten Stammspielern kann man sich vorstellen, was es bedeutet,  jetzt auch noch den dritten oder vierten Kapitän zu verlieren. Wir haben aber auch ohne ihn schon gute Spiele gemacht und werden das über die Teamleistung kompensieren." Arnold ist sicher, dass das  gelingt:  „Ob ich da jetzt rumtanze oder nicht – wir werden das auffangen und da eine Mannschaft haben, die Mainz schlagen kann!"

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