12. Januar 2021 / 09:14 Uhr

Doppelte Ehrung: RB Leipzigs Szoboszlai ist Ungarns "Sportler des Jahres"

Doppelte Ehrung: RB Leipzigs Szoboszlai ist Ungarns "Sportler des Jahres"

Antje Henselin-Rudolph
Leipziger Volkszeitung
Dominik Szoboszlais Auftritte im ungarischen Nationaltrikot sind ein Grund für die Auszeichnung.
Dominik Szoboszlais Auftritte im ungarischen Nationaltrikot sind ein Grund für die Auszeichnung. © imago images / Depot Photos
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Große Ehre für Dominik Szoboszlai. RB Leipzigs Neuzugang wurde zu Ungarns "Sportler des Jahres" gekürt. Erstmals seit 63 Jahren ging die Auszeichnung nicht an einen Indivdualisten. Für den 20-Jährigen war es zudem nicht die einzige Ehrung.

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Leipzig. Ungarns "Sportler des Jahres" trägt das Trikot von RB Leipzig. Bei der vom Verband ungarischer Sportjournalisten veranstalteten Abstimmung setzte sich Dominik Szoboszlai gegen Tennis-Ass Marton Fucsovics und Vereinskollege Peter Gulacsi durch. In der 63-Jährigen Geschichte der Ehrung erhielt erstmals ein Mannschaftssportler diese Auszeichnung. Er sei sehr stolz, sagte der 20-Jährige im Rahmen der virtuellen Preisverleihung am Montagabend. "Ich denke, ich hatte eine sehr gute Saison. Mit der Nationalmannschaft die Qualifikation für die EM zu schaffen war mein größtes Ziel. Das haben wir geschafft."

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Zu Szoboszlais Auszeichnung haben seine Leistungen in Leipzig natürlich nichts beigetragen, denn er wechselte erst zum neuen Jahr an die Pleiße. Vielmehr überzeugten seine Auftritte beim FC Red Bull Salzburg und im Nationalteam. Letztere bescherten dem Rechtsfuß noch einen weiteren Preis. Denn sein Tor zum entscheidenden 2:1-Sieg im Playoff-Duell mit Island sicherte den Ungarn die Teilnahme an den kontinentalen Titelkämpfen. Der Treffer in der zweiten Minute der Nachspielzeit wurde nun zum "Sportmoment des Jahres" gekürt. Dabei durften die Fans zunächst Vorschläge machen. Aus den drei meistgenannten wählte eine Fachjury dann den einen großen Augenblick aus.

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Wann Fans von RB Leipzig solche Aktionen des 20-Jährigen bewundern dürfen, ist aktuell unklar. Adduktorenprobleme stoppten Szoboszlai bereits nach dem ersten Mannschaftstraining am Cottaweg. Der Ungar weilt deshalb derzeit in Salzburg bei Spezialist Franz Leberbauer, der in der Vergangenheit unter anderem Emil Forsberg und Tyler Adams erfolgreich behandelt hat. "Wir wussten beim Transfer, dass er da ein bisschen Probleme hat", so Nagelsmann, der gleichzeitig von einer "langanhaltenden Problematik" sprach. "Er wird auf jeden Fall nicht vor Februar zur Verfügung stehen."

Die Ehrung zu Ungarns Sportlern des Jahres entpuppte sich in diesem Jahr als übrigens ungewohnt fußballlastig. "Trainer des Jahres" wurde der Coach der Nationalelf, Marco Rossi, "Mannschaft des Jahres" natürlich die Nationalkicker.