10. April 2021 / 17:21 Uhr

Doppelter Sörloth und endlich mal effizient: RB Leipzig fertigt Bremen 4:1 ab

Doppelter Sörloth und endlich mal effizient: RB Leipzig fertigt Bremen 4:1 ab

Elena Boshkovska
Leipziger Volkszeitung
Alexander Sörloth zeigte sich in Bremen in Torlaune.
Alexander Sörloth zeigte sich in Bremen in Torlaune. © dpa
Anzeige

RB Leipzig hat die Niederlage gegen den FC Bayern München gut verdaut und beim SV Werder Bremen eine abgezockte Vorstellung hingelegt. 4:1 (3:0) hieß es nach 90 Minuten, vor allem die erste Halbzeit war ein Musterbeispiel für Effizienz. Alexander Sörloth freute sich gleich über zwei Tore.

Anzeige

Bremen. Vereinsrekord eingestellt: Mit dem 4:1-Sieg im Weserstadion bleibt RB Leipzig im fünften Spiel in der Fremde ungeschlagen. Mit den Toren von Dani Olmo (23.), Alexander Sørloth (32., 41.) und Marcel Sabitzer (63.) sichern sich die Leipziger die nächsten drei Punkte auf dem Weg zur erfolgreichsten Saison der Vereinsgeschichte. Dabei zeigen sich die Männer von Trainer Julian Nagelsmann ungewohnt effizient und verwerten endlich ihre Chancen. Vom vorher angesprochenen „emotionalen Pflaster“ ist in Bremen nichts zu spüren. Die Partie geht sogar ganz ohne Karten zu Ende.

Anzeige

Bei Bremen klappt erstmal wenig

Die Roten Bullen nehmen das Spiel von Anfang an in die Hand. Es gibt keine Anzeichen schwindender Motivation, genauso wie es der Coach vor der Partie prophezeit hatte. Seine Jungs steigen gut ins Spiel ein. Es dauert dennoch eine knappe Viertelstunde bis die erste wirkliche Chance zustande kommt. Justin Kluivert kommt zwar zum Abschluss, für einen Treffer reicht es allerdings nicht. Der Niederländer trifft nur das Außennetz. Die Werderaner versuchen ihr Ding zu machen und frühzeitig anzugreifen. So wirklich will aber keine Aktion klappen.

DURCHKLICKEN: Bilder zum 4:1-Sieg in Bremen

Souverän und effizient: RB Leipzig löst die Auswärtsaufgabe beim SV Werder Bremen und festigt durch den 4:1-Erfolg den zweiten Tabellenplatz. Zur Galerie
Souverän und effizient: RB Leipzig löst die Auswärtsaufgabe beim SV Werder Bremen und festigt durch den 4:1-Erfolg den zweiten Tabellenplatz. © Getty Images

Nach gut 20 Minuten hat Kluivert erneut eine Chance, die sich aber recht kompliziert gestaltet. Er schafft es zwar, im letzten Moment den Ball von der Torauslinie zu kratzen und will Sørloth bedienen, doch daraus wird nichts. Wie es besser geht, zeigen seine Kollegen kurz darauf. Olmo spielt zusammen mit Kapitän Sabitzer und Kevin Kampl eine herausragende Aktion durchs Zentrum. Nach einem geschickten Doppelpass, hämmert der Spanier die Kugel in den Kasten von Werder-Keeper Jiri Pavlenka. Dann geht es beinahe Schlag auf Schlag: In der 32. Minute köpft Sørloth nach Hereingabe von Christopher Nkunku das Leder ins Netz, dann versucht sich Marcel Halstenberg in der 38. Minute, trifft auch, steht aber im Abseits. Die Entscheidung vor dem Pausenpfiff fällt in der 41. Minute, als erneut Sørloth das Tor zum 3:0 macht.

Elfmeter bringt Werder kurz zurück

Nach Wiederanpfiff geht es etwas gemächlicher los. RB hat keinen Druck mehr, das Spiel ist theoretisch schon gewonnen, die drei Punkte im Koffer nach Leipzig. Aber so leicht soll es nicht werden. Den die Hausherren kommen mit gleich drei frischen Mannen und viel Feuer aus der Kabine. Motto: Noch ist nicht aller Tage Abend. Und tatsächlich: Es ist noch keine volle Stunde gespielt, da schießt Sabitzer bei einer Abwehraktion den Ball im eigenen Strafraum an den Arm von Kampl. Schiedsrichter Florian Badstübner pfeift, zeigt auf den Punkt – Elfmeter für Bremen. Den macht Milot Rashica problemlos rein. Zwischenzeitlich melden sich die Grün-Weißen also zurück? Nicht wirklich, denn sie haben die Rechnung ohne den Bullen-Kapitän gemacht. Der probiert sich nach einer Flanke vom zur Halbzeit eingewechselten Benjamin Henrichs selbst und erzielt sein siebtes Saisontor zum 4:1.

Es ist noch etwas mehr als eine Viertelstunde zu spielen, als der Bullen-Coach den Torschützen zum 1:0 auswechselt und für ihn Youngster Lazar Samardzic bringt. Außerdem geht Halstenberg raus. Für ihn kommt Lukas Klostermann. Der SVW versucht zwar, noch etwas auf die Beine zu bringen, aber die Leipziger agieren nicht nur mit dem Ball sehr gut, sondern auch gegen ihn und verhindern damit bis zum Schluss einen erfolgreichen Bremer Spielaufbau.