07. April 2021 / 09:42 Uhr

Kommentar nach der BVB-Niederlage in Manchester: Die Aussagen von Reus und Hummels sind ein Hohn

Kommentar nach der BVB-Niederlage in Manchester: Die Aussagen von Reus und Hummels sind ein Hohn

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Die BVB-Routiniers Marco Reus und Mats Hummels sollten statt Worten Taten sprechen lassen, meint RND-Sportchef Heiko Ostendorp.
Die BVB-Routiniers Marco Reus und Mats Hummels sollten statt Worten Taten sprechen lassen, meint RND-Sportchef Heiko Ostendorp. © Getty Images/IMAGO/Moritz Müller (Montage)
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Nach der knappen Niederlage bei Manchester City haben die BVB-Routiniers Marco Reus und Mats Hummels die schwachen Dortmunder Leistungen der letzten Wochen kritisiert. Aber die Führungsspieler sollten lieber auf dem Platz Verantwortung übernehmen und Leistung zeigen statt vor den Mikrofonen, meint RND-Sportchef Heiko Ostendorp.

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Die Aussagen des richtigen und des heimlichen Kapitäns von Borussia Dortmund müssen den Verantwortlichen des BVB vorgekommen sein wie ein Hohn. Ausgerechnet Marco Reus und Mats Hummels kritisierten nach dem starken Auftritt bei der 1:2-Hinspielniederlage im Viertelfinale der Champions League gegen Manchester City die wankelmütige Einstellung des Teams in den vergangenen Monaten.

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"Wir reden nicht erst seit einem Jahr davon, dass wir Kontinuität brauchen und regelmäßig solche Auftritte zeigen müssen", monierte Reus, der vier Tage zuvor beim Stand von 1:2 kurz vor Schluss bei seiner Auswechslung vom Platz schlich und damit wichtige Zeit von der Uhr nahm.

Und Mats Hummels bemerkte: "Wir haben einen Einsatz gezeigt, wie wir ihn alle drei Tage zeigen sollten und nicht nur auf ganz großer Bühne." Auch der Abwehrboss sah zuletzt immer wieder bei einigen Gegentoren alles andere als gut aus und schwankt – wie viele andere – zwischen Kreis- und Weltklasseleistungen.

Reus und Hummels haben es zuletzt verpasst, in der Krise voranzugehen

Inhaltlich sind die Aussagen des Dortmunder Führungsduos natürlich absolut zutreffend. Dennoch klingen sie wie ein Treppenwitz. Schließlich sollte man doch vor allem von zwei erfahrenen Nationalspielern erwarten können, dass sie in einer Krise vorangehen und den Karren aus dem Dreck ziehen, anstatt von 17-, 18-, 19-, oder 20-Jährigen talentierten Jungstars. Davon war in dieser Saison allerdings zu selten etwas zu spüren. Reus erzielte in Manchester übrigens sein erstes Tor in diesem Kalenderjahr.

Im Rückspiel am nächsten Mittwoch können die Anführer nun zeigen, dass sie wirklich welche sind und den haushohen Favoriten samt Star-Trainer Pep Guardiola aus der Königsklasse kegeln. Das wäre deutlich wichtiger, als ständig vor dem Mikrofon Kollegenschelte zu betreiben.