02. März 2021 / 22:33 Uhr

Dortmund soll Wolfsburgs Lacroix im Visier haben, Nagelsmann wollte Arnold

Dortmund soll Wolfsburgs Lacroix im Visier haben, Nagelsmann wollte Arnold

Engelbert Hensel
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Heiß begehrt: Borussia Dortmund soll VfL-Shootingstar Maxence Lacroix (l.) im Visier haben, Leipzig-Coach Julian Nagelsmann hatte Maximilian Arnold (r.) auf dem Zettel.
Heiß begehrt: Borussia Dortmund soll VfL-Shootingstar Maxence Lacroix (l.) im Visier haben, Leipzig-Coach Julian Nagelsmann hatte Maximilian Arnold (r.) auf dem Zettel. © DPA
Anzeige

Maxence Lacroix spielt beim VfL Wolfsburg eine bärenstarke erste Bundesliga-Saison, das soll laut Sky das Interesse von Borussia Dortmund geweckt haben. Stichwort Interesse - das hatte Leipzigs Trainer Julian Nagelsmann vor einer Weile auch an Maximilian Arnold.

Maxence Lacroix – er ist erst 20, räumt aber schon ab wie ein Routinier! Und: Am Samstag beim 2:0 gegen Hertha ließ der Shootingstar des VfL Wolfsburg sein erstes Bundesliga-Tor folgen. Obwohl der Innenverteidiger erst ein gutes halbes Jahr in Deutschland ist, hat er sich schon ins Visier einiger Top-Klubs gespielt. Sky-Experte Didi Hamann hatte Lacroix bereits Mitte Februar als Kandidaten für die Dortmunder Abwehr genannt. Jetzt meldet Sky: Die Borussia soll am 20-jährigen Franzosen interessiert sein.

Anzeige

Der BVB habe sich bereits im Umfeld von Lacroix gemeldet. Doch eine Verpflichtung des Defensiv-Talents sei „schwierig“. Denn: Lacroix’ Vertrag in Wolfsburg läuft bis 2024. Jörg Schmadtke hatte sich jüngst auf AZ/WAZ-Nachfrage ganz gelassen gezeigt und gesagt: „Es hat keiner eine Ausstiegsklausel.“ Der erfahrene Manager sagte aber auch: „Wenn der Geldkoffer groß genug ist, kannst du nicht von Vornherein sagen: Da geht nichts. Aber das gilt ja für alle Vereine, sogar für die Bayern.“ Spieler in Wolfsburg so zu entwickeln, dass man sie teuer verkaufen kann, ist durchaus auch Teil der VfL-Philosophie – Schmadtke und Sportdirektor Marcel Schäfer haben mehrmals betont, dass sie Werte schaffen wollen.

Mehr zum VfL Wolfsburg

Lacroix hat seinen Marktwert deutlich gesteigert, das Portal transfermarkt.de beziffert ihn auf 17 Millionen Euro. Zahlen, die den bodenständigen Innenverteidiger nicht wirklich interessieren. Er freut sich auf das Pokal-Duell mit Leipzig am Mittwochabend und auf das Wiedersehen mit RB-Abwehrspieler Ibrahima Konaté. „Er ist einer meiner besten Freunde“, sagte der VfL-Profi kürzlich. Der RB-Abwehrmann, der früher mit Lacroix beim FC Sochaux gekickt hatte, bestärkte seinen Kumpel im vergangenen Sommer darin, in die Bundesliga zu wechseln. „Leipzig ist eine sehr gute Mannschaft“, lobte Lacroix im Gespräch mit dem NDR den nächsten VfL-Gegner. Aber: „Wir werden alles tun, um weiterzukommen.“

Anzeige

Nagelsmann hatte Arnold auf dem "Zettel"

So sieht das auch Maximilian Arnold, der jüngst erst seinen Vertrag in Wolfsburg vorzeitig bis 2026 verlängert hat. Julian Nagelsmann, der Trainer des kommenden VfL-Pokal-Gegners RB Leipzig, sagte auf der Pressekonferenz am Dienstag, dass er Arnold gern in einem seiner Teams gehabt hätte.

„Er ist, und das meine ich positiv, ein Aggressive Leader, der unangenehm für den Gegner ist und immer gewinnen will“, so der ehemalige Coach von 1899 Hoffenheim über Arnold. „Er war auch schon mal auf meinem Zettel, hat sich dann aber immer wieder zu einer Verlängerung entschieden. Ich glaube, er hat seine Heimat gefunden.“ Die heißt Wolfsburg.

Mit dem VfL ist der zuletzt starke Arnold in dieser Saison erfolgreich wie lange nicht. Er hat Spaß – auf und neben dem Platz. Im „Kicker meets DAZN“-Podcast hat der Mittelfeldspieler auch darüber geplaudert, was so nach Siegen in der Kabine abgeht: „Wenn wir gewinnen, ist es manchmal echt amüsant zu sehen. Dann liegt uns die Welt zu Füßen.“ Wie etwa nach dem 3:0 in Bielefeld. Da habe VfL-Brasilianer Paulo Otavio den Wiesn-Hit „Cordula Grün perfekt mitgesungen. Ich muss ehrlich sagen, wir haben mehrere Celine Dions in unserer Mannschaft. Es ist brutal, wie auf einmal alle singen können...“