11. April 2021 / 18:19 Uhr

Manager Zorc nimmt BVB-Talent Knauff in die Pflicht: Tor-Debüt nur der "Startschuss"

Manager Zorc nimmt BVB-Talent Knauff in die Pflicht: Tor-Debüt nur der "Startschuss"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
BVB-Talent Ansgar Knauff (rechts) hat mit seinem Siegtreffer in der Partie gegen den VfB Stuttgart die Blicke auf sich gelenkt. Sportdirektor Michael Zorc (links) nimmt den Youngster in die Pflicht.
BVB-Talent Ansgar Knauff (rechts) hat mit seinem Siegtreffer in der Partie gegen den VfB Stuttgart die Blicke auf sich gelenkt. Sportdirektor Michael Zorc (links) nimmt den Youngster in die Pflicht. © IMAGO/ULMER Pressebildagentur/dpa/Montage
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Mit Ansgar Knauff hat der BVB einen hochtalentierten Jugendspieler in seinen Reihen. Am Samstag erzielte der 19-Jährige den Siegtreffer beim 3:2-Sieg in Stuttgart. Sportdirektor Michael Zorc hält aber nicht viel davon, den U19-Nationalspieler nach einer doppelt starken Woche hochzuloben.

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Es war die Woche des Ansgar Knauff: Der 19 Jahre alte Flügelstürmer feierte im Hinspiel des Champions-League-Viertelfinals gegen Manchester City (1:2) am Dienstag zunächst sein Startelf-Debüt in einem Pflichtspiel. Schließlich gelang dem pfeilschnellen Außen im Bundesliga-Topspiel gegen den VfB Stuttgart am Samstagabend sein Debüt-Treffer für die Profis - gleichzeitig auch das Siegtor. Hinzu kamen noch Lobeshynmen von Rekordnationalspieler Lothar Matthäus. Am Sky-Mikrofon jubelte der gebürtige Göttinger deshalb auch über eine "unglaubliche Woche". Sportdirektor Michael Zorc hat im Interview mit der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung nun versucht, auf die Euphorie-Bremse zu treten - und Knauff gleichzeitig in die Pflicht genommen.

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So sagte Zorc, dass er nicht von "einer besonderen Woche" für den BVB-Youngster sprechen wolle, "denn das wirkt so, als wäre es etwas Einzigartiges". Vielmehr sollte Knauff "diese Woche als Startschuss sehen. Jetzt geht es erst richtig los", mahnte der Manager in Richtung des Tor-Debütanten. Die richtigen Anlagen für eine erfolgreiche Zukunft hat Knauff laut Zorc: "Er hat eine brutale Stärke: seine Schnelligkeit. Die macht es schwer, ihn zu verteidigen."

Die Dortmunder wahren durch ihren Sieg gegen Stuttgart ihre Mini-Chance auf die erneute Qualifikation für die Königsklasse, liegen bei noch sechs verbleibenden Spielen sieben Punkte hinter den viertplatzierten Frankfurtern. Dank eines Teenagers - mal wieder. "Borussia Dortmund ist dafür bekannt, dass 19-Jährige die Siegtore schießen können", sagte Trainer Edin Terzic im "Aktuellen Sportstudio" des ZDF. Diesmal hatte er Knauff in der 67. Minute für den angeschlagenen Kapitän Marco Reus gebracht. Elf Minuten später blieb gleich drei Stuttgartern auf engstem Raum nur das Staunen: Einen Pass von Haaland nahm Knauff sauber an, ging ins Dribbling, zog nach innen - und schlenzte den Ball schließlich ins lange Eck. "Halloooo superstar", schrieb sein ebenfalls hochtalentierter Teamkollege Jude Bellingham unter ein Jubel-Foto Knauffs auf Instagram.

Im Sommer hatte Knauff die Vorbereitung im damals noch von Lucien Favre trainierten BVB-Team absolviert und dabei erstmals Profi-Luft geschnuppert. Der Junioren-Nationalspieler (zwei Länderspiele für die U19) hinterließ im Trainingslager einen derart guten Eindruck, dass er in der Folge auch aus der U19 in die U23 von Trainer Enrico Maaßen aufrückte. Und der dribbel- und tempostarke Flügelstürmer überzeugte auch bei den älteren Junioren als Torschütze und Vorlagengeber. Nach sechs Toren und sieben Torvorlagen in der U19 kommt Knauff bisher beim BVB II in der Regionalliga auf eine ähnliche Bilanz (sieben Tore, sechs Vorlagen in 22 Pflichtspielen).