10. Januar 2021 / 22:03 Uhr

Dortmund-Chef Zorc erklärt BVB-Plan ohne verletzten Witsel – OP bei Mittelfeldstar wohl nötig

Dortmund-Chef Zorc erklärt BVB-Plan ohne verletzten Witsel – OP bei Mittelfeldstar wohl nötig

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Michael Zorc informiert über den BVB-Plan ohne Witsel.
Michael Zorc informiert über den BVB-Plan ohne Witsel. © imago images/MIS/dpa/Montage
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Die Verletzung von Axel Witsel schwächt Borussia Dortmund. Der BVB muss monatelang ohne den Belgier auskommen, der sich beim Topspiel gegen RB Leipzig die Achillessehne gerissen hatte. Sportdirektor Michael Zorc hat nun erklärt, wie die Dortmunder mit der Witsel-Verletzung umgehen und wie es für den Belgier weitergeht.

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Nach knapp 30 Minuten im Topspiel gegen RB Leipzig war für Axel Witsel nicht nur die Partie gelaufen, sondern höchstwahrscheinlich auch die komplette Saison – inklusive Europameisterschaft. Der Mittelfeldstar von Borussia Dortmund verletzte sich beim 3:1-Sieg schwer. Ohne gegnerische Einwirkung riss sich der belgische Nationalspieler die Achillessehne. Erste Befürchtungen kurz nach dem Spiel bestätigte der BVB am Sonntagnachmittag: Witsel wird mit seiner Verletzung monatelang ausfallen. Nach der Schockdiagnose hat nun Michael Zorc bei Sport1 über die Auswirkungen der Hiobsbotschaft auf den Kader gesprochen.

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Zorc bestätigte dabei einen Bericht des Kicker: Trotz des Ausfalls des Leistungsträgers plant der BVB nicht, auf dem Transfermarkt in diesem Winter aktiv zu werden. Einen Witsel-Ersatz muss Dortmund-Trainer Edin Terzic intern finden. "Wir werden diese Lücke mit dem eigenen Personal schließen", sagte Zorc und denkt dabei unter anderem an DFB-Profi Emre Can. Der nach dem Witsel-Schock eingewechselte Wintertransfer der vergangenen Saison machte seine Sache gut und trieb das Team zum Sieg an. "Emre hat das gestern sehr gut gemacht und ist Eins-zu-Eins für Axel eingesprungen, Jude (Bellingham; d. Red.) kommt nächste Woche wieder zurück. Da haben wir keine Sorge", meinte der Sportdirektor.

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BVB-Chef Zorc: Bei Witsel läuft es "auf eine Operation hinaus"

Für Witsel selbst steht in der kommenden Woche ein weiterer Arztbesuch an, verriet Zorc. "Axel geht jetzt nochmal zu seinem Vertrauensarzt nach Belgien. Da werden die nächsten Schritte besprochen." Beim BVB-Profi laufe es "auf eine Operation" hinaus, erklärte der BVB-Chef. "Er wird länger ausfallen." Bei einem Achillessehnenriss wäre auch eine Therapie ohne OP denkbar. Allerdings müssten dafür die Enden der gerissenen Sehne noch Kontakt haben oder die Sehne nicht vollständig gerissen sein.

Und der Belgier wird möglicherweise auch die Europameisterschaft im Juni/Juli verpassen. Laut einer FIFA-Studie beträgt die durchschnittliche Ausfallzeit eines Profifußballers bei einem Achillessehnenriss 169 Tage, also knapp sechs Monate. Folgt man diesem Beispiel, wäre Witsel erst am 27. Juni wieder fit. Dann ist die wegen der Corona-Pandemie um ein Jahr verschobene EM (11. Juni bis 11. Juli) schon in vollem Gange. Dem BVB-Star läuft die Zeit also davon. Das sieht auch Thierry Witsel so: "Axel ist ein Optimist, aber ein Wunder ist nötig", sagte der Vater des BVB-Stars gegenüber der belgischen Zeitung Het Laatste Nieuws.