11. April 2021 / 07:57 Uhr

DOSB-Chef Alfons Hörmann: Ungleichgewicht bei Doping-Kontrollen durch Corona

DOSB-Chef Alfons Hörmann: Ungleichgewicht bei Doping-Kontrollen durch Corona

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
DOSB-Präsident Alfons Hörmann sieht vor den Olympischen Spielen in Tokio globale Unterschiede im Anti-Doping-Kampf.
DOSB-Präsident Alfons Hörmann sieht vor den Olympischen Spielen in Tokio globale Unterschiede im Anti-Doping-Kampf. © IMAGO/Sven Simon/Picture Point (Montage)
Anzeige

DOSB-Präsident Alfons Hörmann sieht die Auswirkungen der Corona-Krise auf den Anti-Doping-Kampf kritisch. Der Chef des Deutschen Olympischen Sportbunds sorgt sich um ein zunehmendes Ungleichgewicht bei den Kontrollen.

Anzeige

DOSB-Präsident Alfons Hörmann hat sich besorgt über weltweit unterschiedliche Voraussetzungen im Anti-Doping-Kampf vor Olympia in Tokio durch die Corona-Pandemie geäußert. "Das internationale Ungleichgewicht der Dopingkontrollen generell ist wohl während der Pandemie nochmals größer als in den Jahren zuvor", sagte der Chef des Deutschen Olympischen Sportbunds der Welt am Sonntag. "Darum lautet unsere Botschaft an unsere Athleten: Fliegt nach Tokio und gebt euer Bestes. Wir wollen keinen Erfolg um jeden Preis. Wir wollen lieber die Fairplay-Medaille als einen Top-Platz im Medaillenspiegel."

Anzeige

Der zweimalige Kugelstoß-Weltmeister David Storl hatte zuletzt eine Quarantäne bei Spitzensportlern, die mit dem Coronavirus infiziert sind, als das "allerbeste Alibi zum Betrügen" bezeichnet. Die Nationale-Anti-Doping-Agentur NADA bestätigte, dass Dopingtests während einer behördlich angeordneten Quarantäne ausgesetzt seien. Sie nutze in diesen Fällen jedoch weitere Möglichkeiten, um auch den Zeitraum ohne herkömmliche Kontrollen genau zu untersuchen, sagte eine Nada-Sprecherin.

DOSB-Chef Hörmann erklärte auf die Frage nach zahlreichen Weltrekorden gerade in Laufdisziplinen, dass vielen Spekulationen und Interpretationen "Tür und Tor geöffnet" seien. "Dass in einigen Ländern und auch Kontinenten mit solchen Möglichkeiten lockerer umgegangen wird, ist zu erwarten", sagte der 60-Jährige.