14. Januar 2021 / 12:04 Uhr

DOSB-Chef Hörmann: Olympia-Absage wäre für Sportverband "einschneidend"

DOSB-Chef Hörmann: Olympia-Absage wäre für Sportverband "einschneidend"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Alfons Hörmann ist seit 2013 Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes.
Alfons Hörmann ist seit 2013 Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes. © dpa
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Die Unsicherheit um die Austragung der Olympischen Spiele in Tokio lässt auch DOSB-Präsident Alfons Hörmann nicht kalt. Eine Absage hätte auch für den Deutschen Olympischen Sportbund "einschneidende" Folgen, sagte der 60-Jährige.

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Eine Absage der Olympischen Spiele im Sommer in Tokio hätte erhebliche Folgen für die wirtschaftliche Situation des Deutschen Olympischen Sportbundes. „Auch für den DOSB wäre das einschneidend“, sagte DOSB-Präsident Alfons Hörmann der Main-Post. Der Dachverband des deutschen Sports erhält vom Internationalen Olympischen Komitee aktuell in einem Vierjahreszeitraum rund 30 Millionen Euro.

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„Das weltweite Netz der Förderungen ist ganz entscheidend davon abhängig, dass Olympische und Paralympische Spiele erfolgreich umgesetzt werden - mit all den Sponsorenverträgen, die da dranhängen“, erklärte Hörmann. „Dem IOC hängt man manchmal zu Unrecht an, dass es nur eine Geldmaschine sei.“

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Mehr als 90 Prozent seiner Einnahmen gebe das IOC an den Weltsport weiter. An die internationalen Fachverbände, an die Nationalen Olympischen Komitees, an unzählige Hilfs- und Entwicklungsprojekte. „Pro Tag fließen circa 3,4 Millionen Dollar vom IOC an den Weltsport, 1,2 Milliarden Dollar pro Jahr“, sagte Hörmann. „90 Prozent der internationalen Organisationen und Verbände wären ohne die Unterstützung des IOC nicht überlebensfähig.“

Der DOSB-Chef ist aber zuversichtlich, dass die Tokio-Spiele vom 23. Juli bis 8. August trotz der Corona-Pandemie ausgetragen werden. „All das, was wir aus dem IOC und von den Organisatoren in Japan hören, deutet darauf hin, dass vor Ort alles dafür getan wird, dass die Spiele auf jeden Fall stattfinden“, sagte Hörmann und fügte hinzu: „Wir gehen fest davon aus.“