17. Dezember 2020 / 18:41 Uhr

DOSB reagiert auf verkürzte Olympia-Strafe für Russland: Vier-Jahres-Bann wäre "angemessen"

DOSB reagiert auf verkürzte Olympia-Strafe für Russland: Vier-Jahres-Bann wäre "angemessen"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Der DOSB reagiert sehr kritisch auf die verkürzte Olympia-Sperre für Russland.
Der DOSB reagiert sehr kritisch auf die verkürzte Olympia-Sperre für Russland. © dpa
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Nach einem CAS-Urteil wurde die Olympia-Sperre für Russland reduziert. Dies sei nicht im Sinne des sportlichen Wettbewerbs, meinte der DOSB in einer Stellungnahme nach der Entscheidung. Der ursprüngliche Vier-Jahres-Bann wäre "angemessen" gewesen.

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Der Deutsche Olympische Sportbund hält die vom Internationalen Sportgerichtshof auf zwei Jahre reduzierte Olympia-Sperre für Russland für zu wenig. Aus Sicht des DOSB sei der von der Welt-Anti-Doping (WADA) geforderte Vier-Jahres-Bann "angemessen" gewesen, teilte der Dachverband am Donnerstag nach dem Urteil der CAS-Richter im Berufungsverfahren mit. Man bedauere, "dass angesichts der massiven, jahrelangen und staatlich organisierten Verstöße Russlands gegen das Fair Play" die Richter nicht der WADA-Empfehlung gefolgt seien.

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Der CAS hatte zuvor Russland von den Olympischen Spielen in Tokio 2021 und den Winterspielen in Peking 2022 ausgeschlossen. Auch bei der Fußball-WM 2022 und allen Weltmeisterschaften in anderen Sportarten in den nächsten zwei Jahren darf keine russische Mannschaft an den Start gehen. Möglich ist aber die Teilnahme unbelasteter russischer Sportler als neutrale Athleten.

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Nach der Entscheidung müsse nun auch im Interesse der deutschen Sportler die Umsetzung des Urteils "schnellstmöglich" von den internationalen Verbänden und dem IOC geklärt werden, mahnte der DOSB. "Eine monatelange Hängepartie wie vor den Olympischen Spielen Rio 2016 darf sich nicht wiederholen", hieß es.

Keine WM-Teilnahme von Russland? IOC prüft Entscheidung

Das Internationale Olympische Komitee nahm das Urteil einer Mitteilung zufolge zur Kenntnis und will es nun "sorgfältig prüfen". Dabei sollen auch die Weltverbände und das Internationale Paralympische Komitee einbezogen werden.