19. Juli 2019 / 14:21 Uhr

Dotchev kehrt nach Rostock zurück

Dotchev kehrt nach Rostock zurück

Stefan Ehlers
Ostsee-Zeitung
Freut sich auf das Gastspiel in Rostock: Pavel Dotchev, Trainer von Drittliga-Aufsteiger Viktoria Köln.
Freut sich auf das Gastspiel in Rostock: Pavel Dotchev, Trainer von Drittliga-Aufsteiger Viktoria Köln. © Eduard Bopp/Imago
Anzeige

Brisantes Duell für Pavel Dotchev: Ein gutes halbes Jahr nach seiner Entlassung als Cheftrainer des FC Hansa ist der 53-Jährige wieder zu Gast in Rostock. Dotchev startet mit Aufsteiger Viktoria Köln ins Abenteuer 3. Liga.

Gemischte Gefühle begleiten Pavel Dotchev bei der Rückkehr an seine frühere Wirkungsstätte. Ein gutes halbes Jahr nach seiner Entlassung als Cheftrainer des FC Hansa ist der 53-Jährige wieder zu Gast in Rostock. Dotchev startet mit Aufsteiger Viktoria Köln ins Abenteuer 3. Liga.

Anzeige

Für den Bulgaren, der von Juni 2017 bis Anfang Januar für den Koggenklub tätig war, ist es eine ganz spezielle Situation. Mehrere Spieler aus dem Hansa-Kader hat er nach Rostock geholt. „Für mich ist das kein normales Spiel“, sagt der Fußballlehrer. „Es ist immer etwas Besonderes, im Ostseestadion zu sein – eine tolle Atmosphäre, tolle Fans und ein richtig starker Gegner“, schwärmt der Bulgare, der sich bei den Rostocker Anhängern großer Beliebtheit erfreute. „Hier leben viele Freunde. Ich freue mich, sie wiederzusehen.“

Das abrupte Ende seiner Tätigkeit gehörte zu den bittersten Stunde seiner anderthalbjährigen Amtszeit. Dennoch hege er keinen Groll, betont Dotchev. „Ich habe hier viel Gutes und Positives erlebt und freue mich, wieder dazusein.“

Mehr zu Hansa Rostock

Sportlich seien die Rollen klar verteilt, meint der Bulgare, der in Rostock auf den früheren Hansa-Profi Fabian Holthaus (Muskelverletzung) verzichten muss. „Wir sind klarer Außenseiter.“ Sein Team werde sich aber nicht verstecken, sondern versuchen, „Rostock das Leben schwer zu machen“, kündigt Dotchev an. Und weiter: „Wir müssen eine sehr gute Leistung bringen und das nötige Glück haben, um in Rostock zu bestehen.“

Seit gut sechs Wochen versucht Dotchev, seiner Mannschaft seine Spielphilosophie zu vermitteln. In den sieben Testspielen musste Viktoria lediglich eine Niederlage hinnehmen – beim 0:3 gegen den niederländischen Erstligisten Heracles Almelo. „Wir haben unser Programm durchgezogen und sind gerüstet“, konstatiert der Coach, der sein Team dennoch punktuell verstärken möchte: „Wir brauchen noch zwei, drei Spieler.“

Dotchev kennt die 3. Liga aus dem Effeff. 210 Spiele stehen in seiner Vita. Vor seiner Zeit bei Hansa war er bei Erzgebirge Aue, dem SC Paderborn, Sandhausen und Preußen Münster tätig. Mit Münster (2005) und Aue (2016) feierte er den Aufstieg in die 2. Bundesliga.


Das waren einige Choreos der Fans von Hansa Rostock in der Saison 2018/19:

<b>2. Spieltag, Eintracht Braunschweig (H):<b> Eine aufwendige Choreographie zeigte die Rostocker Südtribüne im ersten Heimspiel der Saison. Zuerst rollten die Anhänger ein Spruchband mit der Aufschrift aus - „Damals wie heute, 7 ehrbare Leute. Danach zeigen sie über Strippen die Gesichter von sieben Ikonen der Hansestadt Rostock aus der Vergangenheit und sieben Ikonen der Ostseestadt aus der Gegenwart hoch. Zu sehen waren unter anderem die Gesichter des Spielmannopa, Hilmar Weilandt oder auch von Stefan Beinlich. Zur Galerie
2. Spieltag, Eintracht Braunschweig (H): Eine aufwendige Choreographie zeigte die Rostocker Südtribüne im ersten Heimspiel der Saison. Zuerst rollten die Anhänger ein Spruchband mit der Aufschrift aus - „Damals wie heute, 7 ehrbare Leute". Danach zeigen sie über Strippen die Gesichter von sieben Ikonen der Hansestadt Rostock aus der Vergangenheit und sieben Ikonen der Ostseestadt aus der Gegenwart hoch. Zu sehen waren unter anderem die Gesichter des Spielmannopa, Hilmar Weilandt oder auch von Stefan Beinlich. ©

Die Domstädter träumen nicht von Höhenflügen. Für sie zählt nur der Klassenverbleib. Dotchev führt das Beispiel Energie Cottbus an. Die Lausitzer hätten im vergangenen Jahr die Regionalliga Nordost dominiert, seien aber nach nur einem Jahr wieder aus der dritten Liga abgestiegen, sagt Dotchev. Ein ähnliches Szenario möchte er mit Viktoria Köln nicht erleben.